Der Tod, das muss ein Wiener sein. Denn in György Ligetis einziger, 1978 in Stockholm uraufgeführten Oper „Le Grande Macabre“, findet der Weltuntergang nicht statt, weil dem Tod der Wein zu gut schmeckt und er betrunken die Apokalypse verschläft.
In England spielt man William Shakespeares Königsdrama „Heinrich V.“ öfters als seinen „Hamlet“, obwohl sich das Stück nur auf den ersten Blick für patriotischen Stolz eignet.
Navid Kermani ist ein deutscher Autor, dessen Eltern schon lange vor seiner Geburt aus dem Iran in die Bundesrepublik geflohen waren. Der studierte Orientalist arbeitete als Journalist u.a. beim SPIEGEL, für seinen Roman „Dein Name“ erhielt er den Kleist-Preis.