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„Honoré Daumier – Spiegel der Gesellschaft“ in der Albertina

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Bis 25. Mai zeigt die Albertina Werke des bedeutenden französischen Künstlers Honoré Daumier (1808–1879). Die Zeit scheint wieder reif dafür, die letzte große Daumier-Ausstellung in der Albertina, die sehr viele Werke dieses Künstlers besitzt, fand 1936 mitten im Austrofaschismus statt. Das war damals sicher ein subversiver Akt wie Albertina-Direktor Ralph Gleis findet, denn Daumier zeichnete zeitlebens gegen die Obrigkeiten und Vorurteile an. Dafür saß er sogar zeitweise im Gefängnis. Und heute scheinen selbstherrliche Staatenlenker ja wieder Hochkonjunktur zu haben. Den sogenannten Bürgerkönig Louis- Philippe stellte Daumier etwa wegen seiner Körperform als Birne dar, auch um der mächtigen Zensur zu entgehen.

Die wirklich umfangreiche Schau präsentiert den Künstler auch als Maler und Chronisten seiner Zeit, der sich über das sogenannte Bildungsbürgertum lustig machte. In einem Raum wird auch die österreichische Revolution 1848 in heimischen Karikaturen widergespiegelt. Zu sehen ist aber auch „Daumier’s Law“, ein animierter Kurzfilm von Geoff Dunbar aus dem Jahr 1992 zu dem Paul McCartney die Filmmusik schrieb. Der hat auch heute noch ziemlich viel Pep.

Albertinaplatz 1 | 1010

www.albertina.at

Täglich von 10.00 – 18.00 Uhr Mittwoch und Freitag von 10.00 – 21.00 Uhr 

Foto: Honoré Daumier Gargantua 1831 (unpubliziert) Lithografie sur blanc 27,4 × 36,6 cm Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e. V.

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