„Eine STADT. Ein BUCH.“ feiert heuer 25-Jahr-Jubiläum mit 26 Kurzgeschichten von 26 Autorinnen. Interview mit Andrea Roedig, eine der Autorinnen.

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Die Gratisbuchaktion des echo medienhauses „Eine STADT. Ein BUCH.“ feiert heuer ihr 25-Jahr-Jubiläum. Mit originären Kurzgeschichten von 26 in Wien lebenden oder mit Wien verbundenen Autorinnen. Eine davon ist Andrea Roedig, die seit 2007 in Wien beheimatet ist und 2022 für ihren Roman „Man kann Müttern nicht trauen“ – eine Autofiktion über ihr Aufwachsen in einer dysfunktionalen Metzgerfamilie – viel Anerkennung durch die Kritik und die Leserschaft bekommen hat. Roedig, 1962 in Düsseldorf geboren, schreibt vor allem Essays und ist Mit-Herausgeberin der renommierten österreichischen Literaturzeitschrift „Wespennest“. Im Interview spricht sie auch über die Vorzüge von Kurzgeschichten.

Für „Eine STADT. Ein BUCH.“ haben wir Sie um eine neue Kurzgeschichte gebeten. War das reizvoll für Sie?

Es war erst einmal schön, mich noch einmal mit der Kurzgeschichte als Genre auseinanderzusetzen. Ich habe viele Kurzgeschichten gelesen – mit sehr großem Gewinn. Da gibt’s schon wirklich tolle, vor allem von Amerikanerinnen und Amerikanern – Raymond Carver oder -Flannery O’Connor. Hut ab, das ist wirklich gutes Zeug. Mein Buch „Man kann Müttern nicht trauen“ hat keine Gattungsbezeichnung, ist also kein Roman. -Eigentlich ist es eine literarische Erzählung. Und meine Kurzgeschichte für „Eine STADT. Ein BUCH.“ hat dann durchaus etwas damit zu tun …

Es geht da wieder um ein Mädchen, dessen Vater ein Metzger, ein Fleischhauer ist. Konkret steht sie vor der Aufgabe, ein sterbendes Tier – eine Taube – zu erlösen …

Dieses Mädchen sieht bei ihrem Vater tagtäglich, dass er töten kann. Und sie ist hin- und hergerissen zwischen einer christlichen Erziehung, einer Mitleidsethik und einem Vater, der Tieren den Gnadenschuss geben kann, um sie nicht sinnlos leiden zu lassen. Und das Mädchen möchte das auch können.

Texte im Gratisbuch gibt es von Annemarie Andre, Theodora Bauer, Kirstin Breitenfellner, Nadja Bucher, Milena Michiko Flašar, Valerie Fritsch, Susanne Gregor, Petra Hartlieb, Monika Helfer, Julia Jost, Gabriele Kögl, Chris Lohner, Beate Maly, Verena Mermer, Elena Messner, Lydia Mischkulnig, Hannah Oppolzer, Silvia Pistotnig, Petra Piuk, Erika Pluhar, Barbara Rieger, Andrea Roedig, Isabella Straub, Cornelia Travnicek, Anna Weidenholzer und Renate Welsh.

„Eine STADT. Ein BUCH.“ dankt allen Unterstützern wie Wien Energie und Stadt Wien!

„26 Kurzgeschichten aus Wien. Von 26 Autorinnen.“ wird am 19. November im Rathaus präsentiert. Alle Infos: einestadteinbuch.at

Das gesamte Interview mit Andrea Roedig können Sie unter vormagazin.at lesen.

Foto: Sandra Oblak

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