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Cagliostro – Johann Strauss im Zirkuszelt Am Heumarkt

Im Zelt des Circus-Theater Roncalli am Heumarkt verschmelzen fantastische Artistik, große Stimmen und die unvergängliche Musik von Johann Strauss zu einem mitreißenden Musikspektakel zwischen Pop, Theater und Zirkuswelt für die ganze Familie. Mit Eva Maria Marold sowie weiteren bekannten Persönlichkeiten des österreichischen Musiktheaters und verfasst von Erfolgsautor Thomas Brezina.

Buch von Thomas Brezina

Die Geschichte stammt von Erfolgsautor Thomas Brezina, den die 150 Jahre alte Strauss-Operette „Cagliostro in Wien“ neu inspiriert hat: „Cagliostro ist die Geschichte eines Täuschers und Blenders, der Menschen an der Nase herumführt – und von dem Mut, sich gegen ihn aufzulehnen. Zugleich geht es um Liebe, Staunen und Spaß – mit Clowns, Artistik und großen Gefühlen. Diese Geschichte in die Welt des Zirkus zu verlegen, mit Melodien von Johann Strauss, die von Johnny Bertl neu komponiert und arrangiert wurden, war eine große Herausforderung. Für mich als Geschichtenerzähler ist es spannend, nun zum ersten Mal zu erleben, wie mein Libretto den Weg ins Zirkuszelt findet.“

Verbindung von Tradition und Moderne

Musikalisch hat Komponist Johnny Bertl Strauss’ berühmte Melodien neu arrangiert: „Es war mir wichtig, die Essenz dieser Musik zu bewahren und sie zugleich in einen frischen, heutigen Kontext zu setzen – so, dass Strauss auch im Zirkuszelt mitreißend klingt.“

„Mit dem Zelt, den historischen Circuswagen aus der Sammlung von Bernhard Paul, tausenden Lampen und tonnenschwerem Equipment ist ein Stück Roncalli nach Wien gekommen. Bernhard Pauls Circus-Theater Roncalli steht seit jeher für poetische Bilder und die Verbindung von Tradition und Moderne – genau das macht diese Kooperation mit dem Festjahr Johann Strauss 2025 Wien so besonders“, erklärte Geschäftsführer Patrick Philadelphia.

Hochkarätiges Ensemble

Regisseur Michael Schachermaier und Dirigent Gabor Rivo werden mit einem hochkarätigen Ensemble – darunter Thomas Borchert, Eva Maria Marold, Josef Ellers, Andreas Lichtenberger, Katharina und Sophia Gorgi – und Artist*innen des Roncalli-Circus das Musikspektakel in Szene setzen. Der Wiener Eislauf-Verein am Heumarkt verwandelt sich ab sofort bis zur Premiere am 10. September in eine einzigartige Bühne. Bis zum 28. September ist dieses musikalische Zirkusspektakel für Jung und Alle zu erleben.

Die Weltpremiere steigt am 10. September 2025, 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen finden bis zum 28. September statt – jeweils um 15.00 und 19.30 Uhr. Am Heumarkt, Tickets sind erhältlich unter www.johannstrauss2025.at

Vier Tage Beats & Drinks: Funkhaus feiert Garteneröffnung

Das Funkhaus lädt vom 14. bis 17. August zum großen Eröffnungsfest seines neuen Gartens ein. Vier Tage lang gibt’s feine Beats, kühle Sommerdrinks und entspannte Abende unter freiem Himmel.

Ob Sundowner, spontanes Konzert oder einfach ein gemütlicher Abend mit Freund:innen – der neue Funkhaus Garten verspricht Sommerfeeling pur. „Kommen, bleiben, genießen“ lautet das Motto, und genau dazu lädt das abwechslungsreiche Programm ein.

Das Programm im Überblick

Donnerstag, 14. August – Listening Club Special
DJ Martin Markeli (Monday Listening Club Vienna)
DJ Alaska al Tropical (Boom Boom Records)

Freitag, 15. August – Artsy Bongo Electronic Exotica Drum Dramatics
DJ Patrick Rampelotto (Zirkus Maximus)

Samstag, 16. August – Electronic Sounds
DJ Neelia
DJ Audiomed

Sonntag, 17. August – Vinylography Productions
DJ Samt Sirene
DJ Power

Offene Einladung an alle

Der Funkhaus Garten ist für alle offen – ganz ohne Eintritt. Die Veranstalter laden ein, vorbeizuschauen, Freunde mitzubringen und gemeinsam auf den Sommer anzustoßen.

„Strauss mit Aussicht“ – 2. und 3. August Open Air „Am Himmel“

Am ersten Augustwochenende lädt Johann Strauss 2025 Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, zum Lebensbaumkreis „Am Himmel“ in Wien-Döbling. Unter dem Titel „Strauss mit Aussicht“ stehen am 2. und 3. August 2025 genreübergreifende Auftritte, musikalische Wanderungen und ein Kulturpicknick auf dem Programm. Mit Blick über die Stadt eröffnen Künstler*innen wie EsRAP & Marino Formenti, BartolomeyBittmann, der Schmusechor, Viktor Gernot, Stippich&Uhler :: Bravour Schrammeln, Marina & The Kats u.v.a. neue Perspektiven auf das Werk von Johann Strauss.

Open-Air-Konzert am Samstag, 2. August

„Strauss mit Aussicht“ eröffnet am 2. August um 19:00 Uhr mit einem Open-Air-Konzert auf einer großen Bühne „Am Himmel“. In einem vielfältigen Programm treffen Strauss’sche Motive auf Hip-Hop, Rock, Operette und queer-feministische Choreografie. Mit dabei sind unter anderem das Duo EsRAP mit dem Pianisten Marino Formenti, das Cello-Mandola-Duo BartolomeyBittmann, der Schmusechor und das inn.wien ensemble

Tickets: 15 Euro Vorverkauf | 20 Euro Abendkassa

Ein Klangpfad und Ö1 KulturPicknick am Sonntag, 3. August

Am 3. August starten ab 09.00 Uhr im 10-Minuten-Takt bis 10:00 Uhr musikalische Spaziergänge vom Peter-Alexander-Platz in Grinzing zum Lebensbaumkreis „Am Himmel“. Entlang des Weges werden an neun Stationen Kurzstücke zeitgenössischer Komponist*innen uraufgeführt – von Wiener Lied über Jazz bis zu Elektronik. Dieser „Klangpfad“ wird von der Austrian Composers Association kuratiert. Am Ziel erwartet das Publikum eine große musikalische Improvisation auf der Bühne „Am Himmel“. Mitwirkende sind unter anderem Flora GeißelbrechtSainko Namtchylak, Jakob GruchmannMia Zabelka und weitere Künstler*innen.

Ab 13:00 Uhr lädt das Ö1 KulturPicknick bei freiem Eintritt zum entspannten Beisammensein auf den „Himmel“: Mit Kabarett, Live-Musik, Quiz, kulinarischen Angeboten und Kinderprogramm entsteht ein Tag voller Kulturgenuss für alle Generationen. Auf der Bühne wechseln sich Wiener Volksmusik, Indie-Swing, klassische Tanzmusik und satirische Beiträge ab – unter anderem mit Viktor GernotStippich&Uhler :: Bravour SchrammelnMarina & The Kats, dem RSO Livestream Ensemble und einem Ö1 Sonderquiz „gehört gewusst“.

Ö1 überträgt ab 13:10 Uhr live vom Ö1 KulturPicknick.

Zur optimalen Planung und Ressourcenschonung für das Ö1 KulturPicknick wird um Anmeldung bis spätestens 25. Juli hiergebeten.

Veranstaltungsort
Am Himmel, 1190 Wien

Termine
Samstag, 2. August 2025, 19:00 Uhr – Konzert „Strauss mit Aussicht“
Sonntag, 3. August 2025, 9:00 Uhr – Klangpfad (Peter-Alexander-Platz, 1190 Wien)
Sonntag, 3. August 2025, 13:00 Uhr – Ö1 KulturPicknick, „Am Himmel“, Lebensbaumkreis

Foto: Cello-Mandola-Duo BartolomeyBittmann C Stephan Doleschal

25 Jahre Haus der Musik – Am 14./15. Juni wird bei freiem Eintritt gefeiert

Seit dem Jahr 2000 hat sich das Haus der Musik in der Seilerstätte zu einem interaktiven Hotspot für Musikvermittlung und kulturellen Austausch entwickelt. Es ermöglicht Besucherinnen und Besuchern, Musik nicht nur zu hören, sondern aktiv zu erleben. Mehr als 5,5 Millionen Besucher*innen haben die Institution bereits besucht. Das Haus der Musik, ist ein Museum der Wien Holding.

Das Haus der Musik feiert nun sein 25-jähriges Bestehen und lädt am Samstag, 14. und Sonntag, 15. Juni zu einem großen Jubiläumswochenende bei freiem Eintritt in die
Seilerstätte 30, 1010 Wien – mit musikalischen Gratulationen der Wiener Philharmoniker.

Denn die Wiener Philharmoniker sind seit Anbeginn eng mit dem Haus der Musik verbunden. In der ersten Etage des Museums befinden sich:

das Museum der Wiener Philharmoniker,

das offizielle Orchesterarchiv,

sowie der historische Gründungsort des Orchesters im Jahr 1842 durch Otto Nicolai, der im ehemaligen Palais Erzherzog Karl – dem heutigen Haus der Musik – lebte.

Das Haus der Musik steht unter der Ehrenpräsidentschaft von Maestro Zubin Mehta, einem der bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart. Seine langjährige Verbundenheit mit dem Museum und den Wiener Philharmonikern unterstreicht die internationale Bedeutung des Hauses als Botschafter Wiener Klangkultur.

Höhepunkte des Jubiläumsprogramms im Haus der Musik:

Samstag, 14. Juni 2025 | 11:00 Uhr
Gernot Kranner: „Der Zauberer von Oz“
Ein fantasievolles Mitsing-Musical für Kinder und Familien
Freier Eintritt – Zählkarten erforderlich

Sonntag, 15. Juni 2025 | 11:00 Uhr
Matinee mit dem Ensemble Wien
Mitglieder der Wiener Philharmoniker spielen live im überdachten Innenhof

www.wienholding.at www.hdm.at

Ein Film über den Musiker Otto Lechner

Text: Otto Brusatti

OTTO LECHNER  – DER MUSIKANT. Ein Spielfilm („Spiel“ in des Wortes Doppelsinn) von Bernhard Pötscher (2025) umfassend vorgeführt mit dem Titelgeber, exzeptionellen Freunde-Künstlern, besonderer Musik.

Vorweg vielleicht: Das ist keine gemütliche oder vordergründig fesche Unterhaltung mit dem virtuosen und zugleich abgründigen Akkordeon inmitten. Außerdem: Man muss in den 100 Filmminuten warten können, Gelassenheit zeigen wie der Protagonist, sich mit einer Reihe von oft neuen Klangkombinationen tragen lassen. Lechner, ausschließlich im Zentrum, und das nicht nur auf Bühnen oder beim Musikerfinden, sondern auch in seiner privaten Umgebung – des kleinbürgerlichen Niederösterreich – bis in die Gegenwarten mit Partnerin (und Mutter seines Kindes) Anne Bennent, vor Fans, duettierend in Frankreich. Ja, richtig, in „Umgebung und Gegenwarten“, bei Lechner wohl vielfach andere aber faszinierend bewältigte als für die Mitmusiker, aktuell sodann für die Kino-Besucher. Der der Virtuose, Kreative, Zurückgenommene, Witzige … ist im Heranwachsen erblindet.

Man muss beim Zu-Schauen und -Hören wie gesagt Gelassenheit haben. Lechner erzählt, fährt in der Eisenbahn, singt Kafka, musiziert zurückgenommen, dann wieder ausbrechend mit formidablen Leuten, in Jazz und Wienerischem und Weltmusikalischen, manchmal auch in Wellen von 10 Minuten Dauer. 

Der Film beweist, wie so manches und nie so plärrend Propagiertes wie fast ausschließlich im lumpigen Pop-Geschäft, dass aus Österreich im Zeitalter der (digitalen) Musikmassen noch allemal Welt-Führendes kommt. Der Film (er wird bloß in viel zu wenigen Kinos gezeigt) wirbt mit dem Epitheton Elementarereignis. Über manche Strecken hin: zurecht.


Johann Strauss als erste Marke – „Café Creativ“ mit Otto Brusatti

Bild: ©Sandra Oblak

Im traditionsreichen Café Frauenhuber in der City fand die dritte Ausgabe der inzwischen beliebten Diskussionsreihe „Café Creativ“ der Wirtschaftskammer Wien, Gruppe Werbung und Marktkommunikation sowie des echo medienhauses statt. In gemütlicher Kaffeehausatmosphäre erzählte Otto Brusatti, renommierter Musikwissenschaftler, Radio– Filme- und Ausstellungsmacher über „Die Firma Strauss“. Denn der Walzerkönig war nicht nur ein begnadeter Komponist, sondern auch mithilfe seiner Familie das erste global tätige Marketinggenie.

Im Interview mit Helmut Schneider, Chefredakteur von Wienlive, erzählte Brusatti von den Erfolgen des Vaters von Johann Strauss, sowie von den drei Frauen, die die Karriere des Walzerkönigs erst ermöglichten. Mutter Anna managte Johann Strauss im Stil einer Konzernchefin, sie vermittelte Auftritte, sorgte sich um Werbung und schuf ein eigenes Firmenhaus, in dem Noten kopiert und Arrangements eingerichtet wurden. Nach dem Tod der Mutter übernahm diese Aufgabe die erste Ehefrau von Johann Strauss, die ebenso berühmte wie umtriebige Jetty Treffz. Als auch diese 1878 starb, hatte Johann – nach einer kurzen, missglückten zweiten Ehe – in seiner dritten Frau – Adele Deutsch – wiederum das Glück, eine fähige Managerin an seiner Seite zu haben. Im Musikleben halfen seine Brüder Josef und Eduard aus.

Das Publikum stellte nach den Ausführungen Otto Brusattis interessiert Fragen. Wie konnte es sein, dass die Musik des Walzerkönigs überall auf der Welt gespielt wurde, obwohl es damals noch keine technischen Verbreitungsmöglichkeiten wie Schallplatten gab? Aber es existierten sehr eifrige Musikverlage, die Notenblätter überall hin liefern konnten.

Die Diskussionsreihe „Café Creativ“ verbindet die traditionsreiche Wiener Kaffeehauskultur mit aktuellen Themen aus Werbung, Marktkommunikation und Medien. Die Veranstaltungsreihe schafft eine exklusive Bühne für Impulsvorträge, lebendige Diskussionen und wertvolles Networking. In der Tradition großer Wiener Denker und Praktiker wie Ernst Dichter, Paul Lazarsfeld und Maria Jahoda lädt „Café Creativ“ zu einem inspirierenden Dialog ein. Die Gäste genießens eine besondere Atmosphäre, die den Austausch von Ideen und Perspektiven fördert – begleitet von Wiener Schmäh und erlesenen Kaffeehaus-Spezialitäten.


¡ALEGRÍA! – Das Art of Guitar Festival kehrt nach Wien zurück

Bild: ©Art of Guitar

Unter dem Motto ¡ALEGRÍA! feiert das internationale Gitarrenfestival ART OF GUITAR auch heuer wieder ein Fest der musikalischen Lebensfreude.

Nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr kommt das Festival von 8. bis 9. November erneut in die Kulturgarage Seestadt Aspern. Renommierte Musiker:innen und Künstler:innen wie Ausnahmegitarristin Julia Malischnig und Latin-Grammy-Gewinner Antonio Rey entfalten mit „Alegría“ eine Fülle und Vielfalt an Klangfarben und Stilen und nehmen das Publikum an zwei Tagen mit in musikalische Welten voller Emotionen, Freude und Leidenschaft.

Am 8. November erwartet die Besucher das JULIA MALISCHNIG PROJECT ¡ALEGRÍA! – Das opulente Gesamtkunstwerk erzählt von Freude, Feuer, Leidenschaft, tiefgreifenden Gefühlen und einem unerbittlichen Drang nach Freiheit. An ihrer Seite musizieren und performen unter anderem Gitarrist Cecilio Perera, Saxophonist Wolfgang Puschnig, Akkordeonvirtuose Klaus Paier, Cellistin Asja Valčić und die international gefeierten Tänzer:innen Maria Shurkhal, Elías Morales Pérez und Marina Razumovskaja. Projektionen der berühmten Marmorköpfe des bildenden Künstlers Harald Schreiber bereichern die Aufführung um eine zusätzliche Dimension, die in seelische Tiefen führt.

Am 9. November begeistert ANTONIO REY mit Historias de un Flamenco – ein Auftritt, mit dem der Musiker auch seine Wien-Premiere feiert. „Historias de un Flamenco“ ist nicht nur eine Hommage an die musikalischen Wurzeln des gefeierten Gitarristen, sondern auch eine Einladung, die Vielfalt und Dynamik des Flamenco neu zu entdecken. Mit seinem hochkarätig besetzten Flamenco-Sextett aus dem Herzen Andalusiens entzündet der Flamenco-Star mit Gitarren, Bass, Gesang, Perkussion und Tanz ein Feuerwerk der Leidenschaft.

Karten: https://www.oeticket.com/eventseries/2-art-of-guitar-festival-3697923/

Freiluftkonzert vor der Oper zum 150. Geburtstag Arnold Schönbergs

Arnold Schönberg, der große Wiener Erneuerer der Musik litt an Triskaidekaphobie, also der Angst vor Freitag, dem 13. (Und er ist ja auch just an einem solchen 1951 in Los Angeles, vertrieben und im Exil verstorben.)

Das echo medienhaus begeht nun den 150. Geburtstag Arnold Schönbergs, am Freitag, 13. September, um 16 Uhr mit einem öffentlichen Outdoor-Konzert bei der Wiener Staatsoper (vor der Skulptur für Berg, Schönberg, Webern und Mahler). Die Idee dieses Freiluftkonzerts stammt von einer  wahrscheinlich sehr wahren Anekdote: „Glaubst Du, dass die Leute unsere Melodien in 50 Jahren [tradiert wird auch „in 100 Jahren“] auf den Straßen Wiens pfeifen werden?“, so fragten
einander Schönberg und sein Freund und Schüler Anton Webern. Das soll überprüft werden!.

Der Regisseur & Musikexperte, Otto Brusatti, hat ein exquisites Bläserensemble zusammengestellt, das Werke von Schönberg, aber auch von Johann Strauß (nächstes Jahr: 200. Geburtstag) zur Aufführung bringen wird.

Mit: Maria Jauk, Flöte; Barbara Ritter, Oboe; Kurt Franz Schmid, Klarinette; Sebastian Kolarz-Löschberger, Horn; Andor Csonka, Fagott

Das Programm:

Schönberg:

aus dem Bläserquintett op. 26

Strauß: Leichtes Blut

Schönberg:

aus dem Bläserquintett op. 26

Strauß:

Tritsch-Tratsch

Freitag, dem 13. September, um 16 Uhr: Karajanplatz vor der Oper zwischen Denkmal und Brunnen

Eintritt frei

Performative Rundgänge und Ausstellungen beim VIENNA CITY GALLERY WALK

Für Kunstliebhaber:innen gibt es beim VIENNA CITY GALLERY WALK viel zu erleben. Ausstellungen, Performances, musikalisch performative Rundgänge, zeitgenössische Musik-Komposition und viele weitere kulturelle Höhepunkte – der Vienna City Gallery Walk von 22. bis 25. Mai 2024 lädt auf eine Entdeckungsreise durch Wien.

Der VIENNA CITY GALLERY WALK inszeniert den spielerischen Zugang zu Kunst und Kultur in Wien. Musikalisch performative Rundgänge, Performances, Literatur, Musikkomposition sowie Ausstellungsführungen laden ein zum zwanglosen, Kunst-inspirierten Gehen, zum begeisternden Miteinander der Menschen in der Stadt und bereichern die einzigartigen Präsentationen der Wiener Galerien-Szene.

Hochwertige Kunst früherer Zeiten wird in sechs Gallery-Touren mit aktuellen zeitgenössischen Werken in Verbindung gebracht. So wird die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Kunst und Design zum Erlebnis und schafft Bewusstsein für Qualität und Individualität.

Die Tour Guides gehen durch die Wiener City, führen aber auch zu den Programmpartner:innen außerhalb des ersten Bezirks. Freuen Sie sich auf vier engagierte Programmtage! Genießen Sie Kunst. Machen Sie mit. Kostenfrei.

Programm

TOUR 1 / MITTWOCH, 22. MAI 2024 / 16.00-21.00
STORY / HISTORY – Thema: Die Bedeutung von Kunstsammlungen für die Gesellschaft
Start 16.00 bei WAM Wiener Aktionismus Museum, 1010 Wien, Johannesgasse 26 bis zum OPENING EVENING bei GALERIE AMART, Halbgasse 17, 1070 Wien

TOUR 2 / DONNERSTAG, 23. MAI 2024 / 16.00-21.00
FEUER / WASSER / ERDE / LUFT – Ein materialsprachlicher, musikalisch, performativer Rundgang mit Bodo Hell, Götz Bury, Werner Zangerle
Start 16.00 am Josefsplatz, 1010 Wien zu 7 weiteren Ausstellungs- und Themenorten im 1. Bezirk

TOUR 3 / DONNERSTAG, 23. MAI 2024 / 16.00-22.00
ARTWORK STORIES / MUSIC COMPOSITION – Thema: Die Entgrenzung des Bildfeldes
Start 16.00 bei 42c DISTRICT4ART, Hahngasse 9, 1090 Wien, weiter zur HEIDIHORTENCOLLECTION und zu 5 weiteren Ausstellungsorten im 1. Bezirk

TOUR 4 / DONNERSTAG, 23. MAI 2024 / 18.30-20.30
MUSIK ZUM GEHEN + (AUF) STEHEN. Kompositorischer Rundgang durch den 1. Bezirk mit dem ENSEMBLE REIHE ZYKAN+
Zeitgenössische kompositorische Beiträge in Bezug auf Maria Lassnig, Laurie Anderson, Fanny Hensel
Start 18.30 bei 06a GALERIE BEI DER ALBERTINA ∙ ZETTER, Lobkowitzplatz 1, 1010 Wien sowie zu 3 weiteren Ausstellungen in Galerien

TOUR 5 / FREITAG, 24. MAI 2024 / 16.00-21.00
ARTWORK STORIES / MUSIC COMPOSITION – Thema: Kunst und der Aspekt des Begreifens
Rundgang in Verbindung mit IMAGO SONUS, Zeitgenössische Komposition
Start 16.00 bei 14 KUNSTHANDEL GIESE & SCHWEIGER, Akademiestraße 1, 1010 Wien

TOUR 6 / SAMSTAG, 25. MAI 2024 / 11.00-16.00
STORY / HISTORY – Thema: Diversität von Kunstdisziplinen
Rundgang im 1. Bezirk in Verbindung mit IMAGO SONUS, Zeitgenössische Komposition
Start 11.00 bei 04 GALERIE ARTZIWNA, Herrengasse 17, 1010 Wien


INFO
22. 5. 24–25. 5. 2024
16.00–21.00
25. 5. 2024
11.00–16.00
gallerywalk.at

Vom Wetterpanorama ins Kaffeehaus

„Duo Dynamit“, „Die Kaffeehausspekulanten“, „Die Schnitzelfresser“. Schon zu Beginn ihrer gemeinsamen, der geneigten Öffentlichkeit zugewandten, Musik, war Wortwitz ein verfestigtes Anliegen von Verena Doublier und Sebastian Radon, zumindest nachdem man das schlichte „Doublier/Radon“ rasch verworfen hatte. Schließlich erwies sich „Wiener Blond“ als die „knackigste“ Variante.

Die Ur-Schuld am Zustandekommen von „Wiener Blond“ trägt der Gesangslehrer von Doublier und Radon – beide studierte Musikpädagog(inn)en – am Institut für Popularmusik der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, kurz mdw. Er machte Verena Doublier darauf aufmerksam, dass er einen Studierenden kenne, der, wie Doublier, ebenfalls gerne Texte mit speziellem Humor verfasste und riet ihr, sich mit jenem einmal zu treffen. Der Rat wurde zur Tat und 2012 damit zum Ausgangspunkt des gemeinsamen Performens. Sowohl Doublier, aufgewachsen im 2. Wiener Gemeindebezirk, als auch Radon, mit geburtsmäßigem Hintergrund in der Nähe von Schwechat, waren zwar vor allem großelternseits mit Dialekt konfontiert, sprachen diesen jedoch nicht. Und in der Tat, hört man „Abstandswalzer“, den Eröffnungssong ihres jüngsten Albums „Sinfonien im Souterrain“, offenbart sich zunächst eher ein gekonntes Schönbrunner Salon-Hochdeutsch. Doch schon mit dem darauf folgenden „Soda Zitron“ bahnt sich das Wienerische den Weg.

Thematisch drehen sich die neuen Songs um scheinbar Alltägliches, doch wer hat heutzutage schon alltäglich Zeit und Muße den Tauben beim Taubensein zuzuschauen, während man auf DHL wartet, wer kann sich terminfrei dem Apfelstrudel hingeben und dabei über Thomas Bernhard, Hermann Nitsch oder Sigmund Freud sinnieren, wer kann sich noch – mit Kaffeetscherl im Pyjama – das Wetterpanorama gönnen? Wort- und Sprachwitz fließen Wiener Blond jedenfalls aus den Federn als wäre es das leichteste Unterfangen der Welt. Dabei nimmt Wien eine nicht unzentrale Rolle ein, mit all ihren kleinen, versteckten, für diese Stadt typischen Gemeinheiten und Anspielungen. Humor ist dabei allgegenwärtig.

Zum ersten Mal im Studio war auch das Original Wiener Salonensemble zugegen, mit welchem Wiener Blond seit 2016 immer wieder live zu erleben ist und mit dem sie bereits 2019 die Live-CD „Endlich salonfähig!“ einspielten. Das von Mozart und Schubert über Lanner und Strauß bis hin zu Piazzolla und Gershwin geschulte Ensemble verleiht Wiener Blond zusätzliche musikalische Leichtigkeit, lässt Jahrhundertgrenzen gegenstandslos werden, fügt sich in Wienerlied ebenso wie in Walzer, Chanson, Tango UND Pop. Denn schließlich fühlen sich Wiener Blond vor allem in Letzterem verortet. Bedenkt man, dass wohl auch Mozart, Liszt oder Nestroy zu ihrer Zeit „Pop“ fabrizierten, ein treffender Ansatz. Mit all diesen Ingredienzien – und noch mehr – treiben Wiener Blond gekonnt ihre Spielchen.


CD-TIPP:

  • Wiener Blond & Original Salonensemble „Sinfonien im Souterrain“, Crowd & Ryben Records

LIVE-TERMINE:

VIDEO-PODCAST WIENER BLOND: