Österreichischer Vorlesetag am 26. März

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Am 26. März 2026 feiert ganz Österreich den Vorlesetag – eine Initiative des echo medienhaus, die Menschen aller Altersgruppen für Literatur begeistert und die Bedeutung des Lesens in den Mittelpunkt rückt. Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz unterstrich Bildungsminister Christoph Wiederkehr die zentrale Rolle der Leseförderung für Bildung, Chancengerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Lesen als soziale Superkraft

Lesen ist mehr als eine Kulturtechnik – es ist ein Werkzeug, das Welten öffnet. Wer vorliest, schenkt nicht nur Geschichten, sondern auch Aufmerksamkeit, Nähe und Zeit. Genau hier setzt der Vorlesetag an: Er macht sichtbar, was oft im Stillen passiert. In Klassenzimmern, Bibliotheken oder Wohnzimmern entstehen durch Bücher neue Perspektiven, Empathie und Fantasie.

Im Zentrum steht dabei eine einfache, aber kraftvolle Idee: Sprache verbindet. Und sie schafft Chancen – unabhängig von Herkunft oder sozialem Umfeld.


„Leseförderung ist zentral, um die Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu stärken. Mit gezielten Initiativen wie den Lesepatenschaften schaffen wir wichtige Bezugspersonen, die Kinder auf ihrem Bildungsweg begleiten und die Freude am Lesen nachhaltig stärken.“ – Bildungsminister Christoph Wiederkehr

Stimmen, die Gewicht haben

Wenn Bildungsminister Christoph Wiederkehr gemeinsam mit Christian Pöttler, Thomas Brezina und Lesepatin Elisabeth Rathbauer über Leseförderung sprechen, wird klar: Es geht um mehr als Symbolpolitik. Es geht um konkrete Maßnahmen und langfristige Wirkung. Brezina bringt es auf den Punkt: Vorlesen ist nicht nur das Vermitteln von Text – es ist Beziehung. Ein Moment, der bleibt.

Eine Bewegung wächst

Was 2017 als Initiative des echo medienhaus begann, ist heute fixer Bestandteil des Kultur- und Bildungskalenders. Mehr als 10.000 Vorleseaktionen finden heuer österreichweit statt – ein beeindruckendes Zeichen dafür, wie groß die Begeisterung für das gemeinsame Lesen geworden ist. Schulen, Bibliotheken, Vereine und Privatpersonen beteiligen sich gleichermaßen.

Lesepatenschaften: Zeit schenken, Zukunft gestalten

2026 steht ganz im Zeichen einer neuen Offensive: Lesepatinnen und Lesepaten sollen österreichweit gestärkt werden. Bereits mehr als 4.600 Freiwillige engagieren sich – sie lesen vor, begleiten Kinder und fördern ihre Sprachkompetenz.

Das Bildungsministerium unterstützt diesen Einsatz gezielt mit zusätzlichen Fördermitteln. Organisationen, die Lesepatinnen und Lesepaten ausbilden und betreuen, können nun verstärkt gefördert werden. Ziel ist klar: eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Leseförderung. Und vielleicht noch wichtiger – eine persönliche Beziehung zum Lesen.

Bildungspolitik mit Substanz

Parallel dazu setzt das Ministerium auf strukturelle Maßnahmen: neue Schulprojekte, das ausgeweitete Lesegütesiegel und gezielte Fortbildungen für Lehrpersonen. Auch digitale Plattformen wie literacy.at bündeln Wissen, Materialien und Initiativen rund um Leseförderung. Lesekompetenz wird nicht dem Zufall überlassen, sondern systematisch aufgebaut.

Beitrag: Carla Hoffmann

Foto: v.l.n.r. echo medienhaus GF Christian Pöttler, Lesepatin Elisabeth Rathbauer, Bildungsminister Christoph Wiederkehr, Kinderbuchautor Thomas Brezina. © Elisabeth Lechner

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