Beiträge

Noch bis zum 6. August verwandelt das ImPulsTanz Festival Wien wieder in den Mittelpunkt der Tanzwelt mit einem täglichen Programm aus Tanz, Performances, Workshops, Filmen, Ausstellungen, Konzerten und Partys. Mit dabei sind insgesamt 68 Produktionen von Größen der Tanzgeschichte sowie spannenden Newcomer*innen. Wir verlosen 2x2 Tickets für BLACK LIGHTS der großen französischen Choreografin Mathilde Monnier am 30. Juli um 19:00 im Volkstheater!

Ein heißer Tanzsommer mit ImPulsTanz

Bild: ©Marc Coudrais

Noch bis zum 6. August verwandelt das ImPulsTanz Festival Wien wieder in den Mittelpunkt der Tanzwelt mit einem täglichen Programm aus Tanz, Performances, Workshops, Filmen, Ausstellungen, Konzerten und Partys. Mit dabei sind insgesamt 68 Produktionen von Größen der Tanzgeschichte sowie spannenden Newcomer*innen. Wir verlosen 2×2 Tickets für BLACK LIGHTS der großen französischen Choreografin Mathilde Monnier am 30. Juli um 19:00 im Volkstheater!

Dieser Festivalliebling ist wieder mit dabei: Trajal Harrell, Hauschoreograf des Schauspielhaus Zürich, zeigt mit sechs Tänzer*innen zum Sound von Keith Jarretts Köln Concert und Joni Mitchell einen hinreißenden Versuch sich nah zu sein in einer Welt, die auf mehr als eine Weise von Distanz bestimmt ist.

Auf eine Uraufführung bei der die Grenzen des guten Geschmacks ausgetestet werden kann man sich bei Ivo Dimchev freuen: Sein neues Stück Begeraz Top 40 oszilliert zwischen Konzert, Stand-up-Comedy, einer provokanten Quizshow, absurder Poesie, experimenteller Performancekunst und versammelt die (musikalischen) Highlights aus 20 Jahren Ivo-Dimchev-Verrücktheit.

Musikalisch spannend wird es auch beim tanzaffinen belgischen Countertenor und Regisseur Benjamin Abel Meirhaeghe. Für sein Stück Madrigals, das sich zwischen Tanz und Musiktheater, zwischen der Spätrenaissance und dem Frühbarock bewegt, hat das 28-jährige Multitalent Claudio Monteverdis Madrigali guerrieri ed amorosi gemeinsam mit vier Live-Musiker*innen neu auf die Bühne gebracht. Hier tanzen acht großartige Sänger*innen und Performer*innen. Sie verschmelzen Vergangenheit und Zukunft und führen die Geburt einer neuen Gesellschaft vor. 

Mathilde Monnier, eine von Frankreichs prägendsten Choreografinnen, bezieht in ihrem brandaktuellen Gruppenstück BLACK LIGHTS eine kompromisslose Position wider die alltägliche Gewalt gegen Frauen. Acht Tänzerinnen und Schauspielerinnen eignen sich darin zehn Texte von Autorinnen wie Siri Hustvedt, Fabienne Kanor und Grazyna Plebanek an, um ihren Ruf nach einem Ende dieser Gewaltkultur auf die Bühne zu bringen.

Christine Gaiggs  DeSacre! in der Otto Wagner Kirche am Steinhof und Akemi Takeyas The Act of LemoDada im mumokhingegen sind nur zwei von insgesamt 19 Produktionen aus Österreich, darunter Uraufführungen von toxic dreamsund Luca Bonamore & Lau Lukkarila.

Das gesamte ImPulsTanz-Programm gibt es unter www.impulstanz.com.


ImPulsTanz erobert den Sommer zurück

ImPulsTanz erobert den Sommer zurück


Wien wird für einen Monat wieder zum Mittelpunkt der Tanzwelt: Die 38. Ausgabe des ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival präsentiert von 15. Juli bis 15. August 61 hochkarätige nationale und internationale Tanzstücke und Performances, darunter 18 Uraufführungen und 36 österreichische Erstaufführungen in zwölf Spielstätten.
Foto: ANZEIGE; Mathias Voelzke


Eröffnet wird das diesjährige Festival im Odeon von Alexandra Bachzetsis’ Private Song. In dem für die documenta 14 entstandenen Stück treffen gefühlvolle Rembetiko-Lieder auf Wrestling-Fantasien und Hollywood-Klischees. Apropos Hollywood: Auf den Filmklassiker Die Katze auf dem heißen Blechdach bezieht sich der New Yorker Choreograf Trajal Harrell in Maggie The Cat. Dort rückt er die im Film meist stummen Schwarzen Bediensteten ins Rampenlicht und verleiht ihnen eine Stimme – durch Voguing und Rap. Darüber hinaus wird nun auch die langersehnte Produktion Dancer of the Year bei ImPulsTanz zu Gast sein. Nicht zum Tänzer des Jahres, sondern zum Choreografen des Jahres 2020 wurde vom Magazin tanz Akram Khan gekürt, der in der österreichischen Erstaufführung von Outwitting the Devil im Volkstheater mit einem Mehrgenerationenensemble das erste Umweltgedicht der Welt aus dem Gilgamesch-Epos umsetzt. Und die südafrikanische Choreografin Dada Masilo verbindet in THE SACRIFICE Igor Stravinskys Le sacre du printemps mit den komplexen Rhythmen botswanischer Tänze. Den Auftakt im Volkstheater gibt Meg Stuart mit der Uraufführung von CASCADE, mit einem traumhaften Bühnenbild von Theatermacher Philippe Quesne. Weitere Weltpremieren kündigen sich außerdem von internationalen Größen wie Maguy Marin, Alain Platel und Michael Laub sowie österreichischen Choreograf*innen wie Ian Kaler, Willi Dorner und Saskia Hölbling an.

„Ich bin allein auf der Bühne – in ein Labyrinth gestürzt mit meinem Irrsinn.“ So beschreibt Louise Lecavalier, die kanadische Tanzikone und einstige Tanzpartnerin von David Bowie, den Zustand, dem sie sich für ihr neues Tanzsolo Stations hingibt. Lecavalier, Weltstar im zeitgenössischen Tanz der Eighties und Nineties, gelang nach ihrer Trennung von der weltberühmten Tanzcompagnie La La La Human Steps eine zweite Karriere vor allem als Solistin zu starten. Seither experimentiert sie mit brillanter Technik an tänzerischen und körperlichen Grenzüberschreitungen.

Grenzen überschreiten auch der Schweizer Choreograf Foofwa d’Imobilité und die Tänzerin Alizée Sourbé: In ihren Dancewalks legen sie schon mal hundert Kilometer in drei Tagen zurück, so geschehen im Mai 2015. Im Rahmen von ImPulsTanz zeigen sie nun eine tänzerisch-filmische Rückschau ihrer Tanzwanderungen, die seither in elf Ländern stattgefunden haben.

Aus dem Big Apple ist erstmals Raja Feather Kelly, der Leiter des New Brooklyn Theatre, mit gleich drei Stücken zu Gast. In seiner UGLY-Trilogie verhandelt er in bunten Popkultur-Collagen mit viel Musik und Gefühl Themen von Ausgrenzung und Fremdsein.

Internationales Flair versprüht auch die [8:tension] Young Choreographers’ Series, die wieder die neuesten Trends aus der jungen Choreografie präsentiert – mit neun Künstler*innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Frankreich, dem Kosovo und Mosambik. So erschließt Tamara Alegre in FIEBRE in der mumok Hofstallung eine fiktive Landschaft voll von glibberigem Material mit sinnlichen Bewegungen. Bei Emmilou Rößling hingegen wird es intim FLUFF-ig. Und Astrit Ismaili, queerer Shootingstar der kosovarischen Visual-Arts-Szene, brilliert in der Pop-Operette MISS mit gefühlvoller Überzeichnung, prickelnder Intelligenz und scharfen Kostümen.

Das gesamte Performance Programm gibt es unter www.impulstanz.com.

ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival
15. Juli–15. August 2021
Buchungen und weitere Informationen:
www.impulstanz.com
+43.1.523 55 58