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Start mit „Freude“ auf dem Wiener Rathausplatz

Kultursommer: Start mit „Freude“


Der Kultursommer Wien 2021 startet am 3. Juli fulminant mit einem Open Air bei freiem Eintritt auf dem Wiener Rathausplatz. Initiiert vom Wiener Konzerthaus, gespielt vom ORF Radio- Symphonieorchester Wien unter Chefdirigentin Marin Alsop, kommt Beethovens 9. Symphonie mit der „Ode an die Freude“ zur Aufführung.
Fotos: Zinner


Das weltumspannende Jubiläumsprojekt „All together – A global Ode to Joy“ – ursprünglich geplant für das Beethoven-Jahr 2020 – versteht die Symphonie als Aufruf des 21. Jahrhunderts zu Einheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung. Das Sängerinnen- und Sängerquartett ist international und multikulturell besetzt, Starschlagzeuger Christoph Sietzen sowie die in Wien lebenden Künstler Salah Ammo und Peter Gabis mischen sich auf ihre Weise in Beethovens Musik ein. Im Superar Kinderchor sind Kinder aus 15 Nationen vertreten. So wird unter Mitwirkung von jungen Menschen aus der ganzen Welt ein musikalisches Zeichen für Solidarität und Menschlichkeit gesetzt. Der renommierte österreichische Schriftsteller Michael Köhlmeier hat den Text der „Ode an die Freude“ von Schiller neu gelesen und eigens für die Aufführung auf dem Rathausplatz neu verfasst.


INFO:
Kultursommerwien.at
Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr, der Zugang zum Veranstaltungsgelände ist ab 17 Uhr möglich, eine Anmeldung ist nicht nötig. Sollten die Besucherbeschränkungen bei Outdoor- Veranstaltungen – wie von der Bundesregierung angekündigt – ab 1. Juli aufgehoben werden, sind alle WienerInnen eingeladen, gemeinsam den Auftakt zu einem wundervollen Kultursommer 2021 auf dem Wiener Rathausplatz zu feiern. 

Summerstage

Buchpräsentation: „Zeit.Gespräche“


Auf der summerstage wurde „Zeit.Gespräche“ von Gerhard Schmid, erschienen im echomedia buchverlag, präsentiert – Pamela Rendi-Wagner und Heinz Fischer im Talk über Demokratie.
Fotos: Stefan Diesner


Mit den „Zeit.Gesprächen“ schuf SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid ein neues, viel beachtetes Format – zunächst analog in der Wiener Urania, dann virtuell und dabei immer über den Tellerrand hinausschauend. Der erste Gast war Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Die Bandbreite der weiteren Gäste spannt sich von Erika Pluhar über Franz Vranitzky, Lukas Resetarits, Harald Krassnitzer, Steffen Hofmann, Kardinal Christoph Schönborn und viele andere. Als besonders bewegend empfand Schmid das Gespräch mit Hugo Portisch, der sich bis zuletzt als glasklarer politischer Analytiker gezeigt hat.

Auf der summerstage wurde das Buch zur Reihe, das Medienprofi Christoph Hirschmann redigiert hat, nun aus der Taufe gehoben. Dabei diskutierte – von Hirschmann moderiert – SPÖ-Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner mit Alt-Bundespräsident Heinz Fischer über die Lage in Österreich unter der Kurz-Regierung: „Ich mache mir Sorgen. Unsere Demokratie ist zumindest auf einer schiefen Ebene. Denn wir haben eine Bundesregierung, die die Institution des Verfassungsgerichtshofs ignoriert, die das Parlament diffamiert und die Justiz und Staatsanwält*innen persönlich attackiert sowie Kritiker*innen und Medien einzuschüchtern versucht.“, erläuterte Pamela Rendi-Wagner. Österreich ist nicht Ungarn, aber man kann sehen, wie antidemokratische Strömungen ihren Anfang nehmen. Vor 20 Jahren habe es in der Politik noch einen Konsens gegeben: „Den Respekt vor der Demokratie und dem Rechtsstaat. Dieser Konsens ist mehr oder weniger verloren gegangen“, sagte Rendi-Wagner. Alt-Bundespräsident Heinz Fischer erklärte, dass „der Kampf und das Bemühen um die Demokratie eine dauernde Aufgabe“ ist.

Fischer betonte, dass die Sozialdemokratie angetreten sei, um die Gesellschaft zu verändern, gerechter und sozialer zu machen. Die Wirksamkeit der Sozialdemokratie ist nicht nur in Wahlresultaten zu sehen, „die ungeheuer wichtig sind“, sondern auch in den Wohnmöglichkeiten, der Emanzipation der Frauen, der Sozialpolitik, dem Arbeitsrecht. „Wir brauchen beides: die von uns geprägte Gesellschaft und den Auftrag, in diesem Sinne weiterzumachen“, so Fischer.

„Zeit.Gespräche“ von Gerhard Schmid, Hrsg.: SPÖ-Bundesbildungsorganisation/SPÖ-Bundesgeschäftsstelle, ISBN 978-3-903989-2-4, echomedia buchverlag


Damengambit

Frau kann Schach!


Der Schachboom nach dem Netflix-Hit ist weiter ungebrochen. Am 20. Mai gibt’s jetzt mit „Damengambit“ einen Tag Schach vom Feinsten – nicht nur für Frauen. Mit dabei: „Frau Schach“, ein Schachklub exklusiv für Frauen in Wien und der einzige seiner Art in Österreich, ­womöglich sogar in ganz Europa.
Text: Dagmar Jenner / Fotos: SK Ottakring / Gerhard Peyrer, Netflix


Die Geschichte der Elizabeth „Beth“ Harmon, die in den Fifties als Waise beim Hausmeister das Schachspielen lernt und nach einigen drogenbedingten Rückfällen erste Weltmeisterin wird, begeisterte nicht nur die Netflix-Gemeinde. Anya Taylor-Joy wurde mit dieser Rolle zum Weltstar und zur Grammy-Gewinnerin. Das Geheimnis dieser US-Produktion: Nicht zuletzt durch das stylische Bühnenbild und die wunderbaren Kostüme von Anya Taylor-Joy war Schach plötzlich Lifestyle und mondän. Und obwohl Schach heute vor allem im Netz gespielt wird, waren Schachbretter weltweit ausverkauft. Interessant dabei ist aber auch, dass die in der Serie gezeigten Schachpartien allesamt echt sind – als Berater diente niemand Geringerer als der ehemalige Weltmeister Garri Kasparow. Die Produktion nahm Schach einfach ernst und entfachte einen Trend, der noch immer anhält. Am 20. Mai können Schachfans ihrer Leidenschaft fröhnen – und zwar ab 14 Uhr im „Dom“ zwischen Burgtheater und Café Landtmann, wo es ein moderiertes Programm bis in den Abend geben wird (siehe Kasten).

Frau schach
Mit dabei sein wird die von Karoline Spalt gegründete Gruppe „Frau Schach“. Die ambitionierte Hobby- und mittlerweile auch Turnierspielerin fand bereits 2013, dass es zu wenige Angebote für schachspielende Frauen gibt. Anfangs war die Herbergssuche für den Frauenschach­abend schwierig, aber mittlerweile haben die Schachdamen im Café Schopenhauer im 18. Bezirk in Wien eine wunderbare Heimat gefunden. Es gilt das Damensaunaprinzip: Die Schachfrauen haben nichts gegen Männer (und spielen außerhalb unserer Klubabende oft mit ihnen), aber diese Abende gehören allein den Frauen. So banal es auch klingen mag: Wo Frauen sind, gesellen sich Frauen gerne dazu. Das erklärt vielleicht teilweise, warum Schachvereine bis heute überwiegend männlich sind.

Ein Frauenschachabend im Café Schopenhauer mit zwei ehemaligen ­Staatsmeisterinnen: Maria Horvath (links vorne) und Veronika Exler (dahinter).

Entspannt und freundlich
Gespielt wird in entspannter Atmosphäre, wobei Frauen jedes Spielniveaus willkommen sind, von der Anfängerin bis zur starken Turnierspielerin. ­Mitspielzwang besteht keiner, auch zuschauen ist erlaubt. „Frau Schach“ ist nicht als Verein organisiert, sondern als lose Interessengemeinschaft. Deshalb gibt es keinen Mitgliedsbeitrag und eine Anmeldung zum Frauenschachabend ist auch nicht notwendig. Zu den Abenden kommen regelmäßig rund 15 Teilnehmerinnen, wobei insgesamt um die 50 Frauen auf dem Verteiler stehen. Darüber hinaus ist „Frau Schach“ multikulti und altersmäßig bunt gemischt, von der Studentin bis hin zur alles andere als ruhenden Pensionistin. Für die entsprechende Außenwirkung sorgt eine ansprechende Webseite, gestaltet von Schachfrau Kineke Mulder: www.frau-schach.at. Darüber hinaus gibt es eine eigene Facebook-Seite, die regelmäßig zum Austausch verwendet wird.
Ohne falsche Bescheidenheit lässt sich sagen: „Frau Schach“ funktioniert und ist gekommen, um zu bleiben. Besonders schön wäre es für Karoline Spalt, wenn das Konzept auch in anderen Bundesländern umgesetzt würde. Mittlerweile weiß „Frau Schach“, was bei Schachfrauen besonders gut ankommt: An erster Stelle steht ein ansprechender Rahmen mit schönem Ambiente. Deshalb sind Zusatzveranstaltungen, die Schach mit Kunst und Kultur verbinden, besonders beliebt. Etwa eine Simultanpartie gegen Veronika Exler im Rahmen der „Man Ray“-Ausstellung im Kunstforum Wien auf der Freyung. Diese Veranstaltung war nicht exklusiv für Frauen konzipiert und dennoch haben sich sechs Frauen und vier Männer getraut, gegen Veronika anzutreten – ein durchaus rekordverdächtiger Frauenanteil. 


Damengambit
Eine Schachveranstaltung im Zeichen der Damen in einer sensationellen Location in einem Wald im Zelt neben dem Burgtheater:
Freies Schach / Simultan-Schach mit Regina Theissl-Pokorna / Blitzschachturniere / Simultan-Schach mit der aktuellen Staatsmeisterin Veronika Exler, mit der vorgegebenen Eröffnung „Damengambit“. Mit dabei auch Herausgeberin Uschi Pöttler-Fellner.

  1. Mai, 14:00–22:00 Uhr
    Live gestreamt! Nähere Infos folgen unter
    www.vormagazin.at

Bühne für Literatur

Rund um die Burg – Sauerstoff fürs Gehirn

Rund um die Burg 2021 – das Literaturfest am 21./22. Mai.
Fotos: Ingo Pertramer (Austrofred), Nadine Studeny (Romina Pleschko), Alain Barbero (Barbara Rieger)

Das Literaturfestival „Rund um die Burg“ verspricht auch in Corona-Zeiten einen außer­gewöhnlichen Auftritt für österreichische LiteratInnen. Motto des Festivals: „Literatur ist Sauerstoff für das Gehirn“. Stars der heimischen Szene werden online am 21. und 22. Mai live lesen und können dabei – moderiert und aufgenommen von Echo-TV – in Echtzeit im Netz verfolgt werden. „Dem Veranstalter Echo Medienhaus ist es gerade jetzt wichtig, den Autorinnen und Autoren einen Auftritt zu ermöglichen. Denn auch Literaten brauchen das Publikum“, weiß „Rund um die Burg“-Programm­macher Helmut Schneider.

Romina Pleschko hat mit „Ameisenmonarchie“ einen bemerkenswerten Roman über die Bewohner eines Mietshauses geschrieben.

Programm
Schon zugesagt haben etwa Stars wie Barbara Frischmuth, Franzobel, Daniel Wisser,
John Wray, Angelika Hager (Polly­ Adler),­ Robert Sommer, Ljuba Arnautovic,­ Mieze­ Medusa oder Stefan­ Slupetzky.­ Franz Wenzl vulgo Austro­fred beantwortet in seinem in Kürze erscheinenden neuen Buch „Die fitten Jahre sind vorbei“ Fragen seiner Fans. Und Adi Hirschal findet man mit seiner Art Autobiographie „Da stimmt was nicht“. „Rund um die Burg“ dankt seinen Unterstützern Stadt Wien und Wiener Städtische
Versicherung.

Info: rundumdieburg.at

Barbara Rieger („Friss oder stirb“).

Vorlesetag 2021

Gemeinsam lesen gegen Einsamkeit


Der Österreichische Vorlesetag findet heuer am 18. März statt. Die PensionistInnenklubs der Stadt Wien lassen dafür mit einem starbesetzten Livestream aufhorchen!


Mit dem Österreichischen Vorlesetag soll auch im vierten Jahr ein deutliches Zeichen für Literatur, das Lesen und das Vorlesen gesetzt werden. Aufgrund der derzeitigen COVID-Vorsichtsmaßnahmen ließen sich die PensionistInnenklubs für die Stadt Wien für alle SeniorInnen österreichweit ein neues Format einfallen: So kann man ab dem 18. März heuer eine Reihe von AutorInnen-Lesungen kostenlos über die Website der PensionistInnenklubs online streamen.

Prominente LeserInnen
Unter den AutorInnen, die spontan ehrenamtlich zugesagt haben, sind Persönlichkeiten wie Alfons Haider, Barbara Stöckl, Christoph Wagner-Trenkwitz, Elisabeth Engstler, Erika Pluhar, Erwin Steinhauer, Michael Schottenberg, Silvia Schneider und Uschi Pöttler-Fellner. Weiters werden vier Mitglieder der Klubs Selbstgeschriebenes vortragen, um auf die mannigfachen Begabungen und Talente der Mitglieder der Wiener PensionistInnenklubs aufmerksam zu machen! Madlena Komitova, Bereichsleiterin der PensionistInnenklubs für die Stadt Wien: „Den PensionistInnenklubs ist es gerade jetzt ein besonderes Anliegen der Isolation bei älteren Menschen entgegegenzuwirken und neben kostenlosen und breitgestreuten Zoom-Kursen und Telefonservices eine Vielzahl an attraktiven Angeboten für und mit SeniorInnen zu realisieren.“ Jede einzelne Lesung dauert zirka 5 Minuten. Eingeladen sind alle PensionistInnen Wiens und literaturinteressierte ZuhörerInnen jeden Alters!

Über den Österreichischen Vorlesetag
Ganz Österreich liest vor: Der österreichische Vorlesetag bringt jährlich unter dem Motto „Wir lesen alle vor“ bundesweit Literatur in den Alltag der Menschen. Mitmachen kann jede/r, die/der Spaß am Vorlesen hat und mit anderen ihre/seine Begeisterung für das Vorlesen teilen möchte. Beschränkungen gibt es keine: Ob jung, ob alt; ob Märchen oder Epos, Popliteratur oder Philosophie, Lyrik oder Prosa; ob auf dem Sofa, in Kindergärten, Schulen oder Pensionisten-Wohnhäusern, Krankenhäusern, Sozialeinrichtungen oder auf öffentlichen Plätzen; ob einsprachig oder mehrsprachig – wichtig dabei ist nur die Freude am Lesen und Vorlesen, an guten Geschichten und der Schönheit der Sprache.


Wiener Städtische Kinderpiratenfest 2020

Große Schatzsuche beim Kinderpiratenfest


Echte Piraten stechen heuer online in See. Wegen Corona findet das beliebte Wiener Städtische Kinderpiratenfest 2020 aus Sicherheitsgründen im Internet statt. Unerschrockene Seeräuber können somit garantiert virenfrei mit der cleveren Schatzkarte auf Schatzsuche gehen, abends bei einem warmen Kinderpunsch schaurig-schöne Abenteuergeschichten erzählen oder ihre eigene Piratenflagge malen.
Fotos: Walter Zivny


Das begehrte „Wiener Städtische Kinderpiratenfest“ wurde heuer coronbedingt ins Internet verlegt.
Das Piratenquiz ist auf www.kinderpiratenfest.at online. Eine gedruckte Schatzkarte, die zur Hilfestellung dient, wird in allen Bäckerei-Felber-Filialen verteilt – die Kinder bekommen bei Abholung dort sogar ein gratis Kipferl dazu solange der Vorrat reicht. Wie gewohnt können sich die Kinderpiraten auch heuer auf eine tolle Beute freuen. Jeder Pirat, der auf www.kinderpiratenfest.at mindestens eine der 3 Aufgaben löst, gewinnt ein Digital-Abo von „familiii“, Österreichs größtem Familienmagazin.

Mitmachen lohnt sich
Viele tolle Sachpreise werden unter den eifrigen Piraten verlost u. a. gibt es wieder die begehrten Silbermünzen der Münze Österreich, Gutscheine von Tiger’s World und die grandiosen Pratergutscheine. Zudem verlosen wir 100 tolle Piratenfest-Goodiebags mit tollen Überraschungen! Wer alle 3 Aufgaben (Quiz, Piratenflagge malen und die Piratengeschichte schreiben) löst, hat die Chance den Hauptpreis zu kapern:
Ein abenteuerlicher Urlaub im Kinderhotel Appelhof in der wunderschönen Steiermark!
Also: Leinen los, ran an die Tasten & mitmachen!


Informationen auf: kinderpiratenfest.at

Ein großer Dank gilt der Wiener Städtischen Versicherung, die auch heuer das Wiener Städtische Kinderpiratenfest möglich macht!

Nachbericht in Bildern

Kaffeehäuser-Obmann Wolfgang Binder und Imperial-Direktor Mario Habicher.

Das war die Wiener Kriminacht im Kaffeehaus


Trotz eingehaltener Coronabestimmungen war die Stimmung bei der Kriminacht in den Wiener Kaffehäusern bestens. Heuer wurde bei der Kriminacht auch erstmals der von der Stadt Wien und dem Hauptverband des österreichischen Buchhandels ausgerichtete Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur vergeben. Siegerin Ursula Poznanski war überglücklich. Ein Nachbericht in Bildern.
Fotos: Stefan Joham; Stefan Diesner; Bubu Dujmic; Arman Rastegar


Hauptverband-Präsident Benedikt Föger (links) und Jürgen Sidl, GF Bestattung Wien, gratulieren Leo-Perutz-Preis-Gewinnerin Ursula Poznanski.
Die Leo-Perutz-Preis-Nominierte Autorin El Awadalla las aus ihrem Krimi „Zu viele Putzfrauen“ im Café Hawelka.
Erstmals dabei: Neoautor & Kabarettist Leo Lukas.
Eva Rossmann war aufgrund eines Unfalls verhindert. Schauspielerin Chris Pichler las ihre Kurzgeschichten im Sluka.
Lemming-Erfinder Stefan Slupetzky und Nikolaus Weidinger vom Kult-Café Weidinger am Gürtel

Kinderkunstfest

Kommt zum Fest!


KIKUFE: Das KinderKunstFest findet heuer bereits zum zweiten Mal statt. Von 26. Oktober bis 2. November gibt es ein tolles Programm.
Text: Ursula Scheidl / Fotos: Stefan Diesner


Das KinderKunstFest bringt Wiener Kinder an alle Orte Wiens, in denen bildende und andere Kunst stattfindet. Vor allem richtet es sich an jene Kinder, die bislang noch nie oder selten in Museen, Ausstellungen oder Kunstinstitutionen zu Besuch waren. An allen Ferientagen können Kinder zwischen 6 und 14 Jahren mehr über Kunst erfahren, selbst malen, filzen, fotografieren, drucken oder bei einer Zeitreise alte Kulturen kennenlernen. Das sind nur einige Beispiele aus dem vielfältigen Programm, aus dem Kinder wählen können, um Kunst live zu erleben. Die meisten Veranstaltungen sind besonders günstig oder kostenlos.

Von 26. Oktober bis 2. November
Am Montag, dem 26. Oktober, geht es um 14 Uhr im Wiener Rathaus los. Da wird das KinderKunstFest feierlich eröffnet. Im Anschluss an die Eröffnung liest Erich Schleyer Geschichten aus seinem Buch. Man erfährt etwa, was eine „Kamate oder ­Tomoffel“ ist, und er spricht auch darüber, ob wir Menschen es schaffen werden, den Klimawandel aufzuhalten. Am 29. 10. um 10 Uhr findet dann noch eine Führung durch das Rathaus statt, eine tolle Gelegenheit, den Arbeitsplatz der Stadtpolitiker hautnah zu erleben.

Spielerisch
Die Grundidee von KiKuFe ist ein Spiel: Kinder besuchen Wiener Institutionen wie Museen, Kunst- und Ausstellungshallen und nehmen dort an speziellen Führungen & Workshops teil. Bei jeder Veranstaltung bekommen sie einen Stempel in ihren KinderKunstFest-Pass, der gleichzeitig als Programmheft dient. Sind 6 Kästchen abgestempelt, können sie sich ein Geschenk abholen und nehmen an einer Verlosung für Familienwochenenden im Alpenhotel Gösing teil. Jedes teilnehmende Kind erhält zudem ein Goodie-Bag mit netten Überraschungen.

ABER ACHTUNG: Die Führungen und Workshops sind jeweils für eine begrenzte Anzahl von Kindern konzipiert. Daher müssen interessierte Kinder bei der Anmeldung schnell sein!
Das KinderKunstFest dankt der Stadt Wien und der Wiener Städtischen Versicherungs AG für die Unterstützung.
Alle Veranstaltungen auf der KiKuFe-Website: www.kinderkunstfest.at 


Das Kinder­kunst­fest in Wien
26. Oktober bis 02. November 2020

Willkommen bei der größten Kinder Kunst Eventwoche aller Zeiten in Wien! Hier kannst du das Passende für dich finden – Willst du mehr über Kunst erfahren? Willst du selbst malen, filzen, fotografieren, drucken? Willst du bei einer Zeitreise alte Kulturen kennenlernen? Klick dich durch unseren Kalender und melde dich schnell an!

Die Kriminacht im Kaffeehaus

Am 6. Oktober wird Wien zum „Tatort“


Die Kriminacht im Kaffeehaus am Dienstag, 6. Oktober, trotzt der Coronakrise. In 27 Cafés und diversen Sonderlocations finden ab dem frühen Abend Lesungen von Autoren statt. Erstmals wird im Rahmen der Kriminacht der Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur vergeben.
Foto: Stefan Joham


Bei der 16. Kriminacht im Kaffeehaus können wieder fast alle Stars der heimischen Krimi- und Thrillerszene wie Claudia Rossbacher, Kurt Palm, Manfred Rebhandl, Andreas Pittler, Edith Kneifl, Christian Klinger oder Eva Rossmann live erlebt werden. Und so ist es logisch, dass der von der Stadt Wien und dem Hauptverband des österreichischen Buchhandels ausgerichtete Leo-Perutz-Preis (Preisgeld: 5.000 Euro) heuer beim Auftakt der Kriminacht im Hotel Imperial vergeben wird. Nominiert sind heuer: Johann Allacher („Wiener Blues“), El Awadalla („Zu viele Putzfrauen“), Ursula Poznanski („Vanitas – Grau wie Asche“), Stefan Slupetzky („Im Netz des Lemming“) und Bastian Zach („Donaumelodien – Praterblut“). Alle Nominierten werden bei der Kriminacht lesen, Bestsellerautorin Ursula Poznanski natürlich am Zentralfriedhof (Aufbahrungshalle 2), denn ihre Thrillerreihe „Vanitas“ ist ebendort angesiedelt.

34 Autorinnen und Autoren
Insgesamt sind heuer 34 Autorinnen und Autoren dabei, ebenso wie alle namhaften Kaffeehäuser – vom Café Museum und dem Frauenhuber in der Innenstadt bis zum Café Ritter in Ottakring oder dem Jonas in Floridsdorf.

Neben den österreichischen Stars besucht auch der Italiener Massimo Carlotto die Kriminacht. Als Sympathisant der Linken wurde er in den 1970er-Jahren in einem umstrittenen Gerichtsverfahren wegen Mordes verurteilt. Nach fünfjähriger Flucht und einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren wurde er 1993 begnadigt. Seither schreibt er Bestseller. Er wird bei der Kriminacht-Außenstelle in der Hauptbücherei am Gürtel lesen. Beliebt ist seit vielen Jahren auch die Sonderlocation 48er-Tandler, wo heuer Johann Allacher und Michael Horvath lesen werden.

Sicherheit
Selbstverständlich werden alle Coronabestimmungen genau eingehalten. Seit 28. September müssen sich alle Gäste in den Kaffeehäusern registrieren und – bis sie am Platz sitzen – Maske tragen. Das kann aber echte Krimifans sicher nicht abschrecken, zumal Autorenlesungen jetzt nicht gerade häufig zu erleben sind!

Der Veranstalter der Kriminacht – das echo medienhaus – bedankt sich bei ihren Partnern Wirtschaftskammer Wien – Buch und Medienwirtschaft sowie Kaffeehäuser – und der Stadt Wien für die Unterstützung.


Frauengesundheitswoche

Linett Tunc – ©Wiener Frauengesundheitswoche

Die Erste Wiener Frauengesundheitswoche


Das Wiener Programm für Frauengesundheit bietet heuer erstmals eine Woche lang ein umfangreiches Online-Angebot zur Frauengesundheit. Von 28. September bis 2. Oktober werden zahlreiche Radio- und TV-Beiträge, Online Vorträge in Livestreams, Podcasts zum Nachhören sowie diverse On- und Offline-Beteiligungsaktivitäten angeboten. Mädchen als auch Frauen in allen Lebenslagen sollen zu den verschiedensten Themen der Frauengesundheit sensibilisiert und informiert werden. Denn Frauengesundheit ist weit mehr als PAP-Abstrich oder Brustkrebsvorsorgeuntersuchung. Um den Themen auch ein Gesicht zu geben, wurden 8 Wienerinnen gefunden, die für diese stehen.


Themenschwerpunkte für Gesundheit von Mädchen und Frauen in allen Lebenslagen

An fünf Schwerpunkttagen – „Seelische Gesundheit“, „Sexuelle Gesundheit“, „Frauengesundheit ein Leben lang“, „Gesund ins Alter“ und „Schwangerschaft und Geburt“ – wird dieser Frage nachgegangen. Corona war und ist auch eine Belastung für die Seele, daher geht es in der Wiener Frauengesundheitswoche auch um die seelische Gesundheit: Stichwort Depressionen, Entschleunigung oder auch Gewalt gegen Frauen. Sexualität begleitet Frauen ein Leben lang – von der Wahl des richtigen Verhütungsmittels, über das Thema Wunschkind oder unerfüllter Kinderwunsch bis hin zu den Wechseljahren oder auch Sexualität im Alter. Einen Tag lang dreht sich alles rund um Schwangerschaft und Geburt, ein anderes Mal geht es in der 1. Wiener Frauengesundheitswoche nur ums gesund älter werden.

5 Thementage

· Montag, 28.9.: Seelische Gesundheit
· Dienstag, 29.9.: Frauengesundheit ein Leben lang
· Mittwoch: 30.9.: Sexuelle Gesundheit
· Donnerstag, 1. 10.: Gesund ins Alter – und auch Brustgesundheitstag
· Freitag, 2.10.: Schwangerschaft und Geburt

Alle Informationen & Details finden Sie auf: wienerfrauengesundheitswoche.at