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Johann-Philipp Spiegelfeld besucht Österreichische Adelsfamilien in ihren Stammsitzen und zeigt, wie heutzutage in den Schlössern und Burgen gelebt wird.

Johann-Philipp Spiegelfeld im Interview

Johann-Philipp Spiegelfeld besucht Österreichische Adelsfamilien in ihren Stammsitzen und zeigt, wie heutzutage in den Schlössern und Burgen gelebt wird. – ©ORF

Johann-Philipp Spiegelfeld ist Flugkapitän, Historiker, Rettungssanitäter, Kommandant des Malteser Hospitaldienstes Österreich – und seit 2021 Quotenheld des ORF: Als „Herrschaftszeiten“-Moderator lockt er mit seinen sommerlichen Schlossbesuchen bis zu 701.000 Zuseher:innen vor die Bildschirme. Im August gehen drei neue Folgen auf Sendung. Jetzt gibt’s begleitend zur Erfolgsserie ein gleichnamiges Buch. Plus: Demnächst wird sich Spiegelfeld auch hinter Klostermauern umschauen.

Highlight

Herrschaftszeiten, ist der Mann sympathisch. Unterhaltsam, klug, selbstironisch, uneitel – gut nachvollziehbar, warum Johann-Philipp Spiegelfeld, 43, die Gunst des ORF-Publikums im Sturm erobert hat. Bis zu 701.000 Zuseher:innen, Marktanteil 23 Prozent, begeistert er pro Folge mit seinen sommerlichen Schlossbesuchen – eine Tatsache, die „Herrschaftszeiten“ zu einem absoluten Highlight macht.

2021 startete der Berufspilot und TV-Neuling als Moderator der ORF-Reihe. Zwei Tage pro Folge verbringt er als Gast auf einem Schloss bzw. einer Burg, nonchalant und nie um einen guten Sager verlegen bietet er Einblicke ins arbeitsreiche Adelsleben. Heuer geht bereits die vierte Staffel on air: ab 30. Juli – jeweils am Dienstag um 21.05 Uhr in ORF 2 – stehen nach zwei Wiederholungen drei neue Folgen auf dem Programm.

Schon der Take-off der ersten Staffel klappte bravourös, seitdem befinden sich die Quoten im Steigflug. Johann-Philipp Spiegelfeld, der bei Austrian Airlines seit 2002 als Flugkapitän im Einsatz ist, steuert „Herrschaftszeiten“ souverän über das Sommerloch.

Mit roter Tasche und stets mit Sneakers – in diesem Fall mit Ameisen-Print von aicus.at – macht Johann-Philipp seine telegenen „Hausbesuche“. – ©ORF
Mit roter Tasche und stets mit Sneakers – in diesem Fall mit Ameisen-Print von aicus.at – macht Johann-Philipp seine telegenen „Hausbesuche“. – ©ORF

Persönliche Note

Treffen mit dem ORF-Quotenhelden im traditionsreichen „Salettl“ in Wien-Döbling, in dem die Zeit vor Jahrzehnten erfolgreich angehalten wurde. Ein charmantes Ambiente, das durchaus mit „Herrschaftszeiten“ korrespondiert. Inmitten des verwunschen anmutenden Gastgartens: Johann-Philipp Spiegelfeld. Verstrubbelte Haare, Sneakers, herzliches Lachen. Charakteristika, mit denen er auch der Sendung eine ganz persönliche Note verleiht.

Spiegelfeld ist ein Mann der Tat: prompt bringt er – das zum Setting passende – leicht antiquierte Aufnahmegerät wieder zum Laufen und erzählt währenddessen vom eben erschienenen Buch „Herrschaftszeiten – Johann-Philipps Schlossbesuche“, das er gemeinsam mit Serienschöpfer und Regisseur Martin S. Pusch begleitend zur ORF-Serie geschrieben hat. „Es gibt viel geschichtlichen Hintergrund, Anekdoten und Hoppalas.“ (Amalthea Verlag, € 31,-)

Im ORF hat „Herrschaftszeiten“ im Sommer mittlerweile Tradition. Den Erfolg hätte sich Spiegelfeld nicht erwartet: „Ich war ein absoluter TV-Neuling, ich hab‘ mit gar nichts erwartet. Jetzt freue ich mich umso mehr für das ganze Team, dass die Sendung so erfolgreich ist. Es ist eine tolle Gemeinschaft, ich werde von allen extrem unterstützt.“ Nachsatz: „Wir arbeiten an den Tagen in den Schlössern sehr viel, aber wir haben auch viel Spaß.“

Das Interview über Adel, Anekdoten, Buch, Pläne und wahre Werte.

Am 30. Juli gibt’s die Wiederholung der ersten Folge: Bei Familie Goess-Enzenberg auf Schloss Tratzberg“ (21.05 Uhr, ORF 2). Drei neue Folgen sind ab ab 13. August zu sehen. – ©ORF
Am 30. Juli gibt’s die Wiederholung der ersten Folge: Bei Familie Goess-Enzenberg auf Schloss Tratzberg“ (21.05 Uhr, ORF 2). Drei neue Folgen sind ab ab 13. August zu sehen. – ©ORF

Die ersten drei Staffeln von „Herrschaftszeiten“ hatten je bis zu sieben Folgen. Heuer gibt’s aus ORF-Spargründen – Fußball EM und Olympische Spiele – nur drei neue Episoden. In welchen Schlössern sind Sie zu Gast?

Wir sind bei der Familie Beppo Harrach auf Schloss Prugg, ein Stadtschloss in Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Außerdem besuchen wir die Familie von Lukas Liechtenstein in Schloss Frauenthal in der Steiermark. Und die Familie Keil im Schloss Kohfidisch im Burgenland, Sarah Keil stammt aus einer ungarischen Grafenfamilie, das Schloss ist von ihrer Familie.

Die Schlossbesitzer – auch wenn das Bekannte bzw. Verwandte von Ihnen sind – gestatten Ihnen samt ORF-Team ganz ohne Überredungskünste einen sehr privaten „Hausbesuch“?

Mittlerweile rufen mich die Familien sogar an, weil sie auch in der Sendung sein wollen. Das ist ein großer Vertrauensbeweis. Sie wissen, dass wir sie nicht als skurril oder abgehoben darstellen.

Sie erkennen den Wert: die Präsentation des Schlosses ist eine Marketingmaßnahme. Die meisten Familien bieten u. a. Führungen an, um die Schlösser zu erhalten, zu renovieren. In „Herrschaftszeiten“ wird bei den Zuseher:innen das Interesse geweckt, selbst einmal hinzufahren.

In Österreich gibt’s den Adelsstand nicht mehr, dennoch haben (einstmals) Adelige nichts an Faszination eingebüßt. „Herrschaftszeiten“ bedient auf angenehme Weise den Voyeurismus: die Zuschauer: innen sehen, wie geheimnisumwehte Adelige tatsächlich leben.

Das geschieht auf sehr respektvolle Art. Es war eine der Bedingungen, dass ich mitmache, ich wollte nicht, dass die „Schlossbesuche“ ins Lächerliche gerückt werden. Ich wollte zeigen, dass diese Menschen eine sehr große Verantwortung haben. Dass es sich zwar romantisch anhört, in einem Schloss zu wohnen, dass tatsächlich aber sehr viel harte Arbeit nötig ist, um ein Schloss erhalten zu können.

Spiegelfeld auf Schloss Tratzberg mit Ulrich Goess-Enzenberg. – ©ORF

Eben ist das Buch zur ORF-Serie erschienen, das Sie gemeinsam mit Regisseur und „Herrschaftszeiten“-Mastermind Martin S. Pusch geschrieben haben. Was bietet es über die TV-Dokus hinaus?

Es gibt ausführliche Informationen zu allen 17 Schlössern bzw. Burgen, die wir in den ersten drei Staffeln besucht haben. Geschichtliches, Blicke hinter die Kulissen. Viele lustige Geschichten, die auch das ganze Team betreffen, wir rücken ja immer zu siebent an. Angefangen von „Wie spreche ich den Schlossherrn an?“ bis zu Hoppalas … Ich hing etwa angeseilt in einer Wand, sollte beim Abseilen gefilmt werden, allerdings steckte der Kameramann im Aufzug fest. Ich bin zwar Pilot und habe keine Höhenangst, aber ich hing dann doch relativ lang an dem Felsen …

Außerdem gibt es zu jedem Schloss eine Playlist mit den Titeln der jeweiligen Sendung, zu der man mittels QR-Code gelangt. Das war meine Idee und ich bin sehr stolz drauf! (Lacht) Man hat also das volle Erlebnis, kann die Musik, hören und über das Schloss lesen.  

Apropos:  In einer der Sendungen haben Sie am Klavier „Yesterday“ geklimpert. Was sind Ihre Lieblingsongs, was ist der Soundtrack Ihres Lebens?

Coldplay finde ich gut und Daft Punk, mein Lieblingslied ist Instant Crush. Aber ich höre eigentlich jede Musik. Wenn mir etwas Neues im Radio gefällt, kommt der Titel auf meine Playlist.

In einigen Schlössern bzw. Burgen soll es spuken. Haben Sie je einen Geist gesehen?

Nein, aber vielleicht unser Tonmeister … Als wir auf Burg Bernstein waren, hat uns Erasmus Almásy über die Weiße Frau erzählt, die in einem bestimmten Zimmer besonders gern spukt. Wir haben alle im Schloss übernachtet, und als die Zimmerschlüssel verteilt wurden, war zufällig unser Tonmeister nicht dabei. Nicht sehr heldenhaft haben wir ihm jenes Zimmer zugewiesen, das die Weiße Frau für ihre Erscheinen bevorzugt. Seltsamerweise hat er aber am nächsten Tag kein Wort über seine Erlebnisse in der Nacht verloren.

Entspannt auf Schloss Tratzberg. – ©ORF
Entspannt auf Schloss Tratzberg. – ©ORF

Sie sind Flugkapitän bei Austrian Airlines. Betreffend Moderation und TV-Business hatten Sie überhaupt keine Vorkenntnisse?

Nein, ich war ein blutiger Anfänger. Ich wusste nicht einmal, dass ein „Pilot“ die erste Folge, die Pilotsendung einer Serie ist, eine Testfolge. Daher hatte ich keine Ahnung, was gemeint war, als ständig gesagt wurde: „Man muss einen Piloten drehen“. Bis ich dann gefragt habe: „Ich bin Pilot, was ist das Problem, wenn ihr mich dreht?“

Wie kam’s dazu, dass Sie die Sendung moderieren?

Martin Pusch hat das Konzept entwickelt, es hat beim ORF Anklang gefunden. Da hat sich die Frage gestellt, wer moderieren soll. Ich wurde von einer Freundin für das Casting vorgeschlagen.

Sie mussten zu einem Casting?

Ja, ich war beim Casting. Ines Schwandner, die Sendungsverantwortliche des ORF, spielte eine Prinzessin, die Besitzerin von Schloss Belvedere. Ich hab‘ mich von ihr durchs Schloss führen lassen. Daraus wurde eine Probesendung.  – Vor allem die Ines hat sehr viel gelacht.

Noch ein Rückblick: Bei Familie Habsburg-Lothringen in der Kaiservilla Bad Ischl  (6. August, 21.05 Uhr in ORF 2). – ©ORF
Noch ein Rückblick: Bei Familie Habsburg-Lothringen in der Kaiservilla Bad Ischl  (6. August, 21.05 Uhr in ORF 2). – ©ORF

Sie wirken als Moderator sehr souverän. Hatten Sie nie Scheu vor der Kamera?

Nein. Vielleicht, weil einer meiner Vorteile ist, dass ich überhaupt nicht eitel bin. Ich kann das auch jedem empfehlen. Es lebt sich viel leichter ohne Eitelkeit. Generell ich bin vor der Kamera so wie ich immer bin, ich kann mich gar nicht verstellen.  

Interessant war die Wahrnehmung der Zuseher:innen: Burg Clam war die erste Folge, die wir gedreht haben, aber sie wurde als letzte der Staffel ausgestrahlt. Der Tenor des Fernsehpublikums war, dass eine ganz tolle Steigerung meiner Moderationsqualitäten von der ersten bis zur letzten Folge der ersten Staffel zu bemerken sei. Es hieß, ich habe mich sehr gut entwickelt. – Das hab‘ ich sehr lustig gefunden. Ich habe mich aber artig bedankt. 

„Herrschaftszeiten“ ist beim Publikum auch wegen Ihrer oft unkonventionellen Fragen und Antworten beliebt. Sie haben etwa beim Besuch einer Gourmet-Schinkenmanufaktur bei einem Schloss um zwei Deka Extrawurst gebeten. Werden Ihnen die Gags ins Drehbuch geschrieben?

(Lacht) Nein, das kommt spontan. Martin Pusch, der Regisseur, bat mich: „Sag was Nettes.“ Und eigentlich kann ich dann sagen, was ich will. Ich kann authentisch sein. Vielleicht ist das auch ein Erfolgsgeheimnis.

Es gibt beim ORF-Kundendienst zahlreiche Anrufe von Zuseher:innen, die wissen wollen, was sich in der roten Tasche befindet, mit der Sie in ein Schloss einziehen. Im Buch wird das Geheimnis um den Inhalt des roten Weekenders gelüftet. Würden Sie es auch hier verraten? 

Ich glaube, wir dürfen hier nicht verraten, dass in der Tasche nichts drin ist. (Lacht) Sie ist ein reines Accessoire fürs Bild.

Mit Familie Habsburg vor der Kaiservilla Bad Ischl, einstiger Sommersitz von Franz Joseph und Sisi. – ©ORF
Mit Familie Habsburg vor der Kaiservilla Bad Ischl, einstiger Sommersitz von Franz Joseph und Sisi. – ©ORF

Und das Label, die Marke? Viele wollen diese Tasche kaufen.

Ich weiß es nicht, es gibt kein Etikett. Ich kann nur sagen: sie ist aus rotem Leinen mit schwarzen Lederhenkeln.

Sie könnten ein Merchandising-Business aufziehen: die rote Tasche würde sich verkaufen wie warme Semmeln und dann nehmen sie noch die Sneakers jener Marke, die Sie in den Sendungen tragen, ins Sortiment.

(Lacht.) Ich werde aber nicht von der Sneakers-Firma gesponsert! Da hat mich meine Frau beraten: In der ersten Folge hatte ich Sneakers einer großen amerikanischen Marke an. Sie meinte, dass das gar nicht geht. – Die beste Karriereentscheidung in meinem Leben war übrigens die Hochzeit mit meiner Frau 2007. Sie achtet drauf, dass ich kluge Entschlüsse fasse. In diesem Fall habe ich mich für nachhaltige Sneakers entschieden, weil ich damit ein Zeichen setzen wollte.

Heute haben Sie keine Schuhe dieses Labels an, sondern Sneakers mit einer großen Ameise. Was ist passiert?

Das sind Aicus-Sneakers, meine Cousine hat einen Online-Store für Schuhe (aicus.at.). Ich find sie cool, diese Ameisen-Sneakers, und sie sind bequem.

Rückblick: Für „Herrschaftszeiten“ öffneten Spiegelfelds Verwandte die Türen von Schloss Schenna in Meran. – ©ORF
Rückblick: Für „Herrschaftszeiten“ öffneten Spiegelfelds Verwandte die Türen von Schloss Schenna in Meran. – ©ORF

Sie haben selbst einen adeligen Background, Ihre Familiengeschichte geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Das Stammschloss Ihrer Familie, Schloss Spiegelfeld, ist in der Steiermark.

Ja. Ich glaube, das wird gerade renoviert, weil mein Onkel Georg Spiegelfeld es zurückgekauft hat.

Für eine der „Herrschaftszeiten“-Folgen haben Sie Familie besucht: Franz und Johanna Spiegelfeld auf Schloss Schenna in Südtirol.

Das sind mein Onkel und meine Tante, allerdings kam Schloss Schenna über Tante Johanna in die Familie.

Sie sind nicht in einem Schloss aufgewachsen?

Nein, ich bin nicht in einem Schloss aufgewachsen. Ich bin ein totaler Normalo, in Wien aufgewachsen, und ich habe immer hier gelebt. Wegen großen Erfolges habe ich in Wien mehrere Schulen besucht. Das hat auch sein Gutes, ich kenne dadurch sehr viele Leute.

Johann-Philipp mit seinem Onkel Franz Spiegelfeld auf Schloss Schenna in Meran. – ©ORF
Johann-Philipp mit seinem Onkel Franz Spiegelfeld auf Schloss Schenna in Meran. – ©ORF

Gäbe es den Adel in Österreich noch, wären Sie ein Graf.

Ja, wahrscheinlich. Aber ich gestehe, dass ich nicht sattelfest bin, wenn es um meine eigene Familiengeschichte geht. In Österreich gibt es auch keinen Adel mehr, und ich finde das auch nicht besonders wichtig. Was mir eher wichtig ist, und darauf bin ich stolz, ist, dass in meiner Familie stets versucht wurde, Werte weiterzugeben. Etwa Verantwortung, Haltung, Engagement, Respekt, Bescheidenheit, sich umeinander kümmern. – Ich würde sagen, christliche Werte und Nächstenliebe sind wichtig.

Christ zu sein hat offenbar einen großen Stellenwert. In Ihrer Vita wird Christ in einer Reihe mit Ihren Berufen bzw. Ausbildungen genannt: Pilot, Historiker, Rettungssanitäter, TV-Moderator, Christ. Warum ist Ihnen das so wichtig?

Weil ich mich den christlichen Werten verbunden fühle. Natürlich hadere auch ich mit manchen Details in der Kirche, aber ich finde es schön in einer christlichen Gemeinschaft zu leben und das Leben nach diesen Werten auszurichten.

Getreu Ihren Werten sind Sie auch helfend im Einsatz. Sie arbeiten in Ihrer Freizeit ehrenamtlich als Rettungssanitäter beim Malteser Hospitaldienstes Österreich, dessen Kommandant sie seit April sind. Sind Sie auch im Rettungswagen unterwegs?

Wir sind 2.200 Mitglieder österreichweit. Ich darf der Kommandant sein, das ist riesige Aufgabe und gleichzeitig eine große Ehre für mich. Der Malteser Hospitaldienst engagiert sich in vielen Bereichen. Wir betreuen u. a. Obdachlose, wir machen Wallfahrten mit beeinträchtigen Menschen nach Lourdes, nach Rom und ins Heilige Land. Mit dem Rettungsdienst finanzieren wir auch die Organisation, weil wir im Rettungsverbund in Wien fahren – mit ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen. Früher hatte ich mehr Zeit, aber ich versuche einmal pro Monat als Rettungssanitäter dabei zu sein. Ich mache das sehr gern. Die Schicksale zu sehen, helfen zu können, das ist schon großartig. Und es erdet. Es gibt auch schöne Erlebnisse, die „Herrschaftszeiten“ betreffen: Neulich hatten wir einen Patienten, dem es gar nicht gut ging. Auf dem Weg ins Krankenhaus hat er mich im Rettungsauto erkannt. Er sagte, dass er sich sehr freut, dass ich ihn ins Spital bringe …

Auf Schloss Neudau bei Familie Kottulinski. – Ausführliche Informationen zu allen 17 bis jetzt gesendeten Folgen gibt’s im Buch „Herrschaftszeiten“. – ©ORF
Auf Schloss Neudau bei Familie Kottulinski. – Ausführliche Informationen zu allen 17 bis jetzt gesendeten Folgen gibt’s im Buch „Herrschaftszeiten“. – ©ORF

Sie sind auch Historiker und Pilot.

Direkt nach der Schule und nach dem Bundesheer habe ich die Pilotenausbildung gemacht. Das war ein Kindheitstraum, der sich verwirklicht hat. Für Geschichte habe ich mich auch immer interessiert.  Das Studium war dann eine besondere Zeit. Ich finde es generell großartig, zu lernen. Ich konnte an der Universität in Vorlesungen gehen und Leuten zuhören, die mir Geschichte nähergebracht haben.

Sind Sie als Flugkapitän bei Austrian Airlines eher auf Langstrecke oder auf der Kurzstrecke unterwegs?

Ich war schon auf der Langstrecke, jetzt bin ich Kapitän auf der Kurzstrecke. In der Sommersaison freue ich mich, unsere Passagiere in den Urlaub zu fliegen. Übermorgen geht’s nach Rhodos.

Was sagen Sie einer Flugpanikerin in Zeiten zunehmender Turbulenzen?

Es gibt kein sichereres Verkehrsmittel als das Flugzeug. Ich kenne keinen anderen Beruf, bei dem so viel Zeit und Geld investiert wird, das Personal zu trainieren und zu schulen, damit es auf jede Situation richtig reagiert.

Mit Tassilo Metternich-Sandor im Hof von Schloss Grafenegg. – ©ORF
Mit Tassilo Metternich-Sandor im Hof von Schloss Grafenegg. – ©ORF

Sie haben Familie mit zwei jugendlichen Söhnen, Sie fliegen, moderieren, fahren im Rettungswagen. Was machen Sie als Ausgleich?

Ich gehe gern in der Früh mit unserem Hund Lilly auf den Kahlenberg. Alle in der Familie wollten einen Hund, aber niemand will mit ihm spazieren gehen, also mache ich das. Das ist mein Hobby.

Gibt‘s neben „Herrschaftszeiten“ Pläne für neue Fernsehformate?

Es gibt eine Idee, die wir im Herbst in einem Pilotprojekt realisieren werden – jetzt weiß ich ja, was ein „Pilot“ ist. „Herrgottszeiten“, das gleiche Konzept wie „Herrschaftszeiten“, aber diesmal werden wir Klöster besuchen.

Sie lachen, nehmen Sie mich auf die Schaufel?

Kein Scherz! Ich werde mit den Mönchen sprechen, die können auch ein bisschen Werbung vertragen. (Lacht)

Ganz ehrlich …?

Ja! Ehrlich. Wir werden im Herbst Probst Petrus im Stift Herzogenburg in Niederösterreich besuchen. „Herrgottszeiten“ – mit demselben großartigen Team wie „Herrschaftszeiten“.

Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche?

Ja! Schloss, aus, Ende.


„Herrschaftszeiten – Johann-Philipps Schlossbesuche“
Johann-Philipp Spiegelfeld/Martin S. Pusch
270 Seiten, 102 Abbildungen
Amalthea Verlag
€ 31,-

Ein intensiver Blick hinter die Kulissen der ORF-Erfolgsreihe: Von Tratzberg, Neudau und Riegersburg bis zu Schloss Schenna: Geschichtliches und Anekdoten über alle 17 Schlösser (und Burgen), die Johann-Philipp Spiegelfeld in den ersten drei ORF-Staffeln „Herrschaftszeiten“ besucht hat. Plus: Playlists mit QR-Codes, die den Zugriff auf die Musik der einzelnen Folgen ermöglichen.  

Roberto Saviano und die TV-Serie „Gomorrha“.

Roberto Saviano und die TV-Serie „Gomorrha“

Bild: ©Netflix

Roberto Saviano, geboren 1979 in Neapel, ist der zurzeit berühmteste Schriftsteller Italiens. Seine Berühmtheit halt allerdings einen Preis, denn seit Erscheinen seines Mafia-Romans „Gomorrha“ 2006 steht er unter Polizeischutz und muss andauernd seine Wohnung wechseln, denn in diesem Weltbestseller nannte er die Namen der Mitglieder der Camorra und wurde daraufhin mehrfach bedroht. An das muss man denken, wenn man sich jetzt auf Netflix die 5 Staffeln „Gomorrha“ ansieht, denn in dieser Serie geht es wirklich ultrabrutal zu. Nicht nur Mitglieder der „Familien“ und ihre Soldaten werden ermordet, auch viele Unschuldige und kleine Gauner, die die Not zu Verbrechern macht, kommen blutigst ums Leben. „Italien ist ein gefährliches Land – mit einer gewaltvollen Politik, einer unvollendeten Demokratie und einem feigen Vasallen-Journalismus“, erklärte Saviano in einem Interview.

Die TV-Serie, die meist an den Originalschauplätzen in den heruntergekommenen Sozialsiedlungen Neapels und nach Salvianos Roman gedreht wurde, zeigt uns das Leben in unserem Nachbarland abseits des Dolce-Vita-Klischees. Die Polizei wird nicht ernst genommen und bei Bedarf geschmiert, die Politik ist oft selbst in Korruption verstrickt. Es geht immer nur darum, dass die Richtigen am Gewinn profitieren. Schwer verständlich für Nicht-Italiener ist die enge Beziehung der Mafia-Bosse zum katholischen Glauben und zur Kirche. Nach dem Mord wird gebetet, Madonna-Statuen sind selbst noch im kleinsten Versteck. Und ihren bisweilen gar nicht so großen Reichtum genießen die Drogenhändler in völlig verkitschten kleinen Wohnungen mit Prunk nach dem ästhetischen Geschmack von Donald Trump. Die von Gier und Eitelkeiten gesteuerten Konflikte und Schachzüge würde man gerne der blühenden Phantasie der Drehbuchschreiber zuschreiben, wenn man nicht wüsste, dass sie vom penibel recherchierenden Roberto Saviano stammen. In einem Interview erklärte er einmal das Denken in Italien mit dem berühmten Pferde-Wettkampf in Siena. Ziel des Palio wäre nicht zu gewinnen, sondern dafür zu sorgen, dass auf keinen Fall der Gegner und Nachbar Erster wird.

Auch wenn die Dialoge nicht immer wirklich glaubhaft klingen, die Kameraführung ist sehrgelungen. Und die Lichttechniker schaffen es, eine ganz eigene Farbigkeit zu kreieren, die an alte Farbfilme (als es noch Agfachrome gab) erinnert. Ein Sommertag in Neapel scheint in Licht zu ertrinken.

In seinem neuesten Roman „Falcone“ setzt Saviano nun einem noch berühmteren Mafia-Jäger ein Denkmal. Der hartnäckige Untersuchungsrichter Giovanni Falcone starb bekanntlich 1992 bei einem Sprengstoff-Attentat der Mafia in Palermo. In der Vorbemerkung heißt es da (angesichts der haarsträubenden Geschichten, die er dann erzählt): „Alle auftretenden Personen hat es wirklich gegeben, jedes Ereignis ist tatsächlich geschehen. All das ist gewesen.“

Gomorrha ist auf netflix.com zu sehen.

Roberto Saviano: Falcone
Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki
Hanser
548 Seiten
€ 32,00

Die amerikanische Adoption einer englischen Serie besticht durch abwechslungsreiche Drehbücher (Idee: Paul Abbott), jede Menge Witz und tolle Schauspielleistungen.

Die US-Serie „Shameless“ erinnert an Hinterbergers „Mundl“

Bild: ©BRIAN BOWEN SMITH/SHOWTIME

Von 1975 bis 1979 wurde in Österreich, begleitet von zahlreichen Protesten wegen der Wortwahl des Hauptprotagonisten Edmund Sackbauer, die ORF-Serie „Ein echter Wiener geht nicht unter“ ausgestrahlt. Hervorgegangen aus einem Roman Ernst Hinterbergers (1966, Salz der Erde) konfrontierte der „Mundl“ – wie die Serie von den meisten genannt wurde – das Fernsehpublikum erstmals mit dem Leben der Arbeiterschicht. Sackbauer ist Elektriker, der mit seiner Frau dem kleinen Glück in Favoriten nachjagt. Damals kannte man natürlich kein internationales Fernsehen – in England, Deutschland und den USA gab es schon früher durchaus ähnliche Projekte.

Die erfolgreichste moderne Serie mit ähnlichem Hintergrund heißt „Shameless“ und wurde zwischen 2011 und 2021 vom US-Pay-TV-Sender Showtime produziert – alle 11 Staffeln sind jetzt auf Netflix abrufbar. Die amerikanische Adoption einer englischen Serie besticht durch abwechslungsreiche Drehbücher (Idee: Paul Abbott), jede Menge Witz und tolle Schauspielleistungen.

Hauptfigur ist der irischstämmige arbeitsscheue Alkoholiker und Drogenkonsument Frank Galaggher, der seine 6 Kinder der Verwahrlosung preisgibt – denn die bipolare Mutter ist entweder gerade nicht hier oder schon wieder unzurechnungsfähig. Angesiedelt ist die dysfunktionale Familie auf der South Side von Chicago, dem Stadtteil wo sich die Abgehängten, die Migranten und Schwarzen wiederfinden. Im Laufe der Staffeln wird gerade dort allerdings ein heftiger Gentrifizierungsdruck aufgebaut – statt Waschsalons und Bars machen sich Coffee-Shops und Yogastudios breit. Sehr zum Missfallen der Gallaghers. Die Serie versteht es geschickt, auch schwierigere soziale Spannungen und aktuelle Themen anzusprechen. Sogar die „gestohlene Wahl“ von Trump findet sich in einer Szene. Und die 6 Kinder sind alle ganz eigene Persönlichkeiten und sehr divers, ohne dass das aufgesetzt wirken würde. Trotz vieler Vorurteile, die alle Figuren hegen – Herkunft lässt sich nicht verleugnen – findet man schließlich immer wieder irgendwie zusammen. Bestohlen werden eher die Reichen – nur der von allen gehasste Frank macht keine Unterschiede, wenn es um seinen Vorteil geht. Letztendlich funktioniert man doch als Familie, zumal die älteste Tochter lange Zeit die Mutterrolle übernimmt.

134 Folgen (zu je 44 bis 52 Minuten) in 11 Staffeln – das ist ordentlich viel Fernsehstoff. Aber allzuviel Auswahl bei intelligenter TV-Unterhaltung gibt es momentan ja sowieso nicht.     


Weg mit den Lügen! – In der TV-Serie „The Sandman“ (Netflix) wird das zur Katastrophe

Weg mit den Lügen – Serientipp

Weg mit den Lügen! – In der TV-Serie „The Sandman“ (Netflix) wird das zur Katastrophe
Foto: Netflix

Die Comic-Verfilmung von „The Sandman“ soll eine der teuersten Produktionen von Netflix sein. Nun, die 2000-Seiten-Vorlage von Neil Gaiman gilt ja auch als sehr komplex. In den ersten Folgen der Staffel stellt sich freilich nicht wirklich ein Aha-Moment ein. Sicher, die Schauspieler sind exzellent und die Tricks auf dem neuesten Stand, einiges – wie die Szene mit dem Brüderpaar Kain und Abel – auch recht witzig, aber doch denkt man bald: alles schon gesehen. Aber dann kommt eben doch eine Folge, die einen umhaut, obwohl gar keine special effects aufgefahren werden, sondern „bloß“ höchste Schauspielkunst, eine grandiose Kameraführung und beste Regie. Vierzig Minuten in einem Diner werden zur Hölle.

John Dee, der Sohn des Mannes, der den Sandmann Jahre gefangen hielt, ist gerade im Besitz jenes magischen Rubins, der zu den Tributen des Traumkönigs gehört. Und dieser kann Wünsche erfüllen. Dee, gespielt von David Dewlis, der schon in der dritten Folge von Fargo höchst eindrucksvoll den Widerling gab, hat einen – auf den ersten Blick – sehr simplen Wunsch, nämlich die Menschen sollten nur noch die Wahrheit sagen dürfen, also das, was sie wirklich denken. Und das hat dann im Diner, wo Dee das ausprobiert, ganz fürchterliche Folgen. Wir sehen zuerst wie sich die Figuren – die Kellnerin, die eigentlich Romane schreiben will, der Koch mit dem sie liiert ist, obwohl sie beide damit nur gegen ihre Einsamkeit ankämpfen, und der junge Mann, der sich bei der CEO, die gerade mit ihrem jungen Ehemann im Diner ist, bewerben will – sehr zivilisiert unterhalten. Durch die Macht des Rubins tun sich aber schnell menschliche Abgründe auf – die Szene endet in einem Massaker und Dee kann sich nur trösten, indem er aus einem riesigen Kübel Eis löffelt. Wer hätte gedacht, dass die Wahrheit eine so destruktive Kraft entfalten kann?

Nun, in der Literatur ist das natürlich ein altes und großes Thema. Nur ein Beispiel: Javier Marias‘ Meisterroman „Mein Herz so weiß“ beginnt mit dem Satz: „Ich wollte es nicht wissen, aber ich habe erfahren…“. Aber wer nicht lesen will, dem bietet die Diner-Szene in „The Sandman“ grandiose Anschauung.


INFO

netflix.at

Serie – Peaky Blinders

Peaky Blinders – Am Beispiel einer Streaming-Serie

Sagenhafte 261 Minuten – also viereinhalb Stunden – schauen die Österreicherinnen und Österreicher durchschnittlich am Tag fern oder im Netz Bewegtbild. So dokumentiert es zumindest eine aktuelle Studie. Das ist enorm viel Lebenszeit und ich will jetzt gar nicht darüber nachdenken, wie viele Menschen uns etwa erklären, sie hätten keine Zeit für Sport, Lesen oder gemeinnützige Aktivitäten. Tatsache ist freilich auch, dass das Fernsehen bei Menschen unter 30 zugunsten von Streaming immer stärker abnimmt und schon an zweiter Stelle steht. Und Tatsache ist auch, dass Serien das stärkste Argument für Streaming-Dienste sind. Und das ist eine Frage der Qualität.
Foto: Netflix

Klar gibt es auf Netflix und Co auch sehr, sehr viel Schrott. Erfreulicherweise haben sich die Ästhetik und die Machart der Spitzenserien aber wirklich weiterentwickelt. Sie stehen echten Filmkunstwerken um nichts nach. Natürlich gab es auch schon vor Streaming wirklich tolle Serien, meist bei den amerikanischen Bezahlsendern wie HBO. Man erinnere sich etwa nur an die Sopranos, Wire oder Six feet under. Aber diese zeichneten sich vor allem durch ein intelligentes Drehbuch und herausragende Schauspielerleistungen aus. Bei manchen aktuellen Serien kann man aber längst die Fortschritte in der filmischen Erzählweise und nicht zuletzt bei der Kameraführung sehen. Bestes Beispiel ist die letzte Staffel von „Peaky Blinders“, einer Zusammenarbeit von Netflix und BBC.  Da haben die Kameraleute grandiose Bilder zu dieser ebenso skurrilen wie zeitgeschichtlich interessanten (wir erleben das Aufkommen des Faschismus in England zur Zeit Hitlers) Geschichte geliefert. Man kann das nur episch nennen und dass der Gangsterboss vor seinem – wegen einer gefakten Krankheit – für sicher gehaltenem Ende eine Sozialsiedlung auf seinem Grund bauen will, erinnert gar an den Deichbau des Dr. Faust.


peakyblinders.tv

Schach-Magazin 2020

Christian Hursky, Präsident des Österreichischen Schachverbunds, mit dem neuen Schach-Magazin. – ©Christian Hursky

Schach, aber nicht matt


Diese Spiel ist ein echter Dauerbrenner: Auf dem Schachbrett treten Spieler schon seit mehr als tausend Jahren gegeneinander an. Im Lockdown erfreut sich der Klassiker großer Beliebtheit, auch die kürzlich auf Netflix erschienene Serie „The Queen’s Gambit“ kommt bei Zusehern gut an. Der Österreichische Schachbund (ÖSB) hat nun anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums ein Magazin veröffentlicht.
Text: Helmut Schneider / Fotos: Christian Hursky, Phil Bray/Netflix 2020


1886 war Österreich nicht nur geopolitisch eine Großmacht, sondern auch auf dem Gebiet des Schach. Denn der Wiener Wilhelm Steinitz wurde Schach-Weltmeister. Typisch seine Karriere: Da er sich kein Studium leisten konnte, spielte er in den Wiener Kaffeehäusern Schach – um Geld zu gewinnen. Daran erinnert der Österreichische Schachbund (ÖSB) in einem – im echo medienhaus erschienenen – schönen Magazin anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums. In diesem Magazin erfährt man etwa, dass Arnold Schwarzenegger im Lockdown Schach spielt – gegen seine Eselin Lulu („Sie wird immer besser…“) und Kabarettist Dieter Chmelar erzählt von seinen Schacherlebnissen sowie tischt uns ein paar Schach-Anekdoten auf (Weltmeister Alexander Aljechin auf die Frage einer Reporterin: „Wo ist Ihnen eine Dame lieber? Auf dem Brett oder im Bett?“ – „Das kommt auf die Stellung an.“). Dazu eine Geschichte des Schachspiels im letzten Jahrhundert mit seinen legendären Duellen.

Anya Taylor-Joy als Beth Harmon in The Queen’s Gambit. – ©Phil Bray/Netflix 2020

Übrigens spielen und spielten auch Frauen eine große Rolle beim Schach. Dazu passt, dass im momentanen Netflix-Hit „The Queen’s Gambit“ eine außergewöhnliche Schachspielerin – ein Waisenkind, das vom Hausmeister des Waisenheims das Spiel lernt – die Hauptrolle spielt. Unbedingte Empfehlung – allein die Ausstattung im Ambiente der Nachkriegsjahre und die Hauptdarstellerin Anya Taylor-Joy (Bild) sind sensationell. Und Schach ist irgendwie auch das Spiel des Lockdowns, das man problemlos auch mit weit entfernten Partnerinnen und Partnern spielen kann.