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Heute Freitag erscheint das Album „Only the Strong Survive“ von Bruce Springsteen, auf dem The Boss Soul-Hits aus den 60ern und 70ern interpretiert.

„Only the Strong Survive“ von Bruce Springsteen

Heute Freitag erscheint das Album „Only the Strong Survive“ von Bruce Springsteen, auf dem The Boss Soul-Hits aus den 60ern und 70ern interpretiert.

Wenn je das Prädikat „Eine Klasse für sich“ für einen Musiker gegolten hat, dann für Bruce Springsteen. Er kann Stadien unterhalten und ganz intime Songs schreiben. Protestnummern ebenso wie bezaubernde Liebeslieder. Er ist ein verlässlicher Bringer seit seinem ersten Album „Greetings from Asbury Park, N.J.“ von 1972 – übrigens noch immer ein sehr gut gealtertes Stück Musik. Der Mann aus New Jersey schuf mit Titel wie „Born to Run“ oder „Born in the U.S.A.“ – ein Lied über einen Vietnam-Veteranen und keineswegs eine Verherrlichung seines Heimatlandes – wahre Hymnen der Pop- und Rockhistorie. Für seinen für den Aids-Film „Philadelphia“ geschriebenen Song „Streets of Philadelphia“ erhielt er einen Oscar, seine Grammy–Auszeichnungen sind zahlreich. Irgendwie schafft es der stets ehrlich wirkende Musiker wie ein Held der schwer schuftenden Besitzlosen aufzutreten und gleichzeitig Texte abzuliefern, die auch intellektuell anregen.

Jetzt erschien ein eher untypisches Springsteen-Album, nämlich eines mit Coverversionen. Er singt dabei, begleitet von vielen Backgroundsänger und der Horn-Sektion seiner E-Street-Band, die Lieder seiner Kindheit, nämlich Soul-Hits aus den 60ern und 70ern. Inspiriert von Levi Stubbs, David Ruffin, Jimmy Ruffin, Diana Ross, Dobie Gray oder Scott Walker tritt er seine Winterreise in die Vergangenheit an. Sein persönliches Great American Songbook sozusagen. Mit seiner unverwechselbaren Stimme interpretiert er etwa das Commodores-Cover „Nightshift“, „The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore“, „I Forgot To Be Your Love“ oder „I Wish It Would Rain“. Wunderbare Melodien für den kommenden Winter, herrlich instrumentalisiert.

Am 18. Juli kommt Bruce Springsteen mit seiner E-Street-Band endlich wieder nach Österreich und wird im Wiener Ernst-Happel-Stadion für seine Fans aufspielen. Es soll noch Restkarten geben.


Rapperin, Slampoetin und Synchronstimme von Lisa Simpson. Yasmin Hafedh gilt zu Recht als eine der erfolgreichsten Texterinnen Österreichs. Im Herbst erscheint ihr neues Album.

Yasmo in Full Power

Rapperin, Slampoetin und Synchronstimme von Lisa Simpson. Yasmin Hafedh gilt zu Recht als eine der erfolgreichsten Texterinnen Österreichs. Nun ist ihr neues Album „Laut und Lost“ erschienen.
Text: Ursula Scheidl / Foto: Karo Pernegger

Yasmin Hafedh nennt sich Yasmo, wenn sie als Rapperin auf der Bühne steht. 2011 veröffentlichte sie ihr Debütalbum „Keep it realistisch“. Als erste Österreicherin schaffte sie den ersten Platz in der Kategorie U-20 in der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaft sowie den ersten Platz beim Ö-Slam 2013. 2018 wurde sie als erste Künstlerin in der Kategorie Best HipHop/Urban für einen Amadeus Austrian Music Award nominiert. Zusammen mit ihrer neunköpfigen Jazzband Klangkantine bildet Yasmo seit 2015 eine perfekte Symbiose aus Hip-Hop und Jazz.

Du stehst seit deinem 15. Lebensjahr auf der Bühne und dichtest. Was treibt dich an? Wäre auch eine andere Berufswahl für dich möglich gewesen?

Yasmin Hafedh: Die Frage hab ich mir schon oft gestellt. Ich glaube, ich wäre sonst Floristin geworden. Aber die Bühne, Sprache, Publikum, Austausch – das ist schon mein absoluter Antrieb. Dazu muss ich aber schon sagen, dass ich mit 15, 16 noch lange nicht daran gedacht hätte, das, was ich liebe, zum Beruf machen zu können. Schreiben hat mir immer Spaß gemacht – ich hab eine sehr extrovertierte Seite, kann gut mit Menschen und mag Menschen grundsätzlich auch. Aber dann gibt es noch eine sehr introvertierte Seite von mir, die kann ich ausleben, wenn ich allein mit einem Notizbuch irgendwo sitze und versuche, mir die Welt zu erklären.

Deine Songs haben fast immer einen politischen Unterton. Welche Dinge nerven dich im Moment?

Haben wir ein paar Stunden? Nein, im Ernst, womit ich mir sehr schwer tue, ist so eine gewisse Selbstgefälligkeit. Damit kann ich gar nicht. Und es gibt solche Menschen, die denken, dass ihnen alles zusteht, aber das ist nun mal nicht so. Ich bin große Verfechterin von Solidarität und halte wenig von diesem ganzen „Ich, ich, ich“. Und unsere Gesellschaft und Kultur driftet immer mehr ab in Egoismus und ich kann mir eh vorstellen, dass sich das für kurze Zeit gut anfühlt, aber es ist eben nichts, das auf Dauer hält. Ich glaube, wir kommen mit grundlegendem Respekt vor und für Menschen auf Dauer weiter.

Wo hast du die besten Einfälle?

Die einen kommen vorm Schlafengehen, das ist meist problematisch, weil ich es in 15 Jahren schreiben immer noch nicht ganz drauf habe, mir die Sachen aufzuschreiben. Ich denke mir dann „Ja, das merke ich mir schon bis morgen.“ Jo eh … da ist schon viel verloren gegangen. Und ansonsten tatsächlich im Alltag, das kann überall sein.

Wie wichtig sind dir Auszeichnungen?

Auszeichnungen sind natürlich etwas Schönes und vor allem gut fürs Ego, aber es gibt keine Auszeichnung, die so viel Wert sein kann, wie der Moment, in dem man auf einer Bühne steht, das Publikum dich anlächelt, annickt und man so einen kurzen Augenblick hat, wo man das Gefühl haben kann: ok, wir sind alle verbunden, wir verstehen uns. Ich war immer schon Fan von nachhaltiger und langfristig denkender Arbeit, die meisten Auszeichnungen sind dann doch eher Momentaufnahmen – die auch nett sind.

Wer sind deine beruflichen Vorbilder und warum?

Beyoncé! Ich habe so viel Respekt vor dieser Frau, ihrer Kunst, ihrem Team und der Karriere, die sie die letzten Jahre hingelegt hat. Mieze Medusa ist auch ein großes Vorbild für mich, sie hat nie nur für sich Bühnen gebaut, sondern auch für andere und hat immer solidarisch gedacht. Außerdem ist sie sprachlich eine der spannendsten Autorinnen Österreichs und eine tolle Freundin mittlerweile. Und, wenn auch völlig aus der Zeit gefallen und gar nicht meinem Stil entsprechend, Peter Alexander. Der hat ganz viel Verschiedenes gemacht und ich finde, dass es eher ein Vorteil ist, breit aufgestellt zu sein.

Glaubst du, dass die Pandemie das Verständnis für Kunstschaffende verändert hat?

Ich glaub, das kann ich selbst als Kunstschaffende gar nicht beantworten. Aber wahrscheinlich schon, weil das Leben und der Beruf von Kunstschaffenden ganz bestimmt schon lange nicht mehr so viel öffentlich diskutiert wurde. Auch das Rufen und die Sehnsucht nach Kulturveranstaltungen war sehr spürbar. Im besten Fall sind im Herbst alle Veranstaltungen voll, weil wenn wir etwas gelernt haben, dann doch, dass kollektives Erfahren von Kultur schon die schönste Form der Seelennahrung ist.

Du hast den Poetry Slam Text der neuen Milka-Kampagne #zartstattzwider kreiert. Warum?

Ich glaube, ich habe mittlerweile in der Öffentlichkeit etabliert, dass ich für 1000 Prozent Liebe stehe, dass ich ein Miteinander extrem wichtig finde, und da hat diese Kampagne, netter zueinander zu sein, perfekt gepasst. 

Wie bist du zur Synchronsprecherrolle der Lisa Simpson gekommen?

Ich bekam eines Tages einen Anruf und hielt es zuerst für einen Scherz. Weil das so ungefähr die größte Ehre ist, die ich mir vorstellen kann. Und dann meinten sie es aber ernst und ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich Österreichs Lisa Simpson bin. Da sind nämlich auch ein paar Parallelen – ich wollte immer Saxophon lernen, vielleicht werde ich noch irgendwann Präsidentin und ich mag Perlenketten. Als ich von der restlichen Cast gehört hab, bin ich – glaube ich – durch meine Wohnung gesprungen, vor Freude. Fun fact: Paul Pizzera und ich kennen uns noch aus Slam-Zeiten und waren damals schon großer Bruder und kleine Schwester – das hat also auch sehr gut gepasst.

Hat sich die Poetry-Slam-Szene in Österreich seit deinen Anfängen verändert und wie?

Absolut! Also ich war bei den richtigen Anfängen noch gar nicht dabei. Da hatten Mieze Medusa und Markus Köhle schon sehr viel Szenearbeit gemacht. Die Szene hat sich professionalisiert, füllt große Hallen und – was ich ganz besonders in Österreich finde – hat trotz ihrer Professionalität noch Platz für alles. Die österreichische Szene ist um einiges vielfältiger und breiter geworden und wächst stetig. Der vorläufige Höhepunkt wird am 5. November im Wiener Burgthea-
ter beim Finale der deutschsprachigen Meisterschaften sein.

Was erwartet uns auf eurem neuen Album?

Ein bisschen Pierre Bourdieu ist drinnen, ein paar Ratschläge meiner Therapeutin und der Versuch, nicht verloren zu gehen. Wir haben unser Team erweitert und uns musikalisch so sehr ausgetobt wie noch nie mithilfe der Produzenten Mirac und Luca Pivetz und meine lieben Freundinnen Mira Lu Kovacs und W1ZE sind auch dabei. Es ist sehr intim und gleichzeitig allumfassend, zumindest für uns.


INFO
Yasmo Live.
Konzertabende am 1. & 2. 12. im Porgy & Bess. 
2.– 6. 11. SLAM 22 – Europas größtes Live-Literatur-Festival, zum ersten Mal in der Geschichte finden die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften in Wien statt – vom Spektakel bis zum Volkstheater, vom MuTh bis zum Konzerthaus, vom Aera bis zum Burgtheater.
slam22.at

„LAUT UND LOST“ von Yasmo & Die Klangkantine

Oktober 1992: R.E.M., das Quartett aus Athens/Georgia, bestehend aus Bill Berry, Peter Buck, Mike Mills und Michael Stipe veröffentlichten ihr Album „Automatic for the People“ – und alle sprachen davon.

R.E.M. Automatic for the People – als Pop-Alben noch wichtig waren

Oktober 1992: R.E.M., das Quartett aus Athens/Georgia, bestehend aus Bill Berry, Peter Buck, Mike Mills und Michael Stipe veröffentlichten ihr Album „Automatic for the People“ – und alle sprachen davon. Ja, das gab es damals noch – und natürlich sprachen nicht alle davon, sondern nur die, auf die es ankam in den Redaktionen, auf den Universitäten und in den Cafés. Die Sowjetunion war am Zerfallen, aber aus der anfänglichen Euphorie war ein ambivalentes Gefühl geworden: Alles wird besser, wir haben ewigen Frieden? Mitnichten – die Wölfe der Wall Street waren noch hungriger geworden und der Platz des himmlischen Friedens war bewachter denn je. Das Ende der Geschichte werden wir wohl nicht mehr erleben.

Michael Stipe, Texter und Sänger von R.E.M. will in „Everybody Hurts“ Mut machen und singt vom Durchhalten (When your day is night alone (hold on, hold on)/ If you feel like letting go (hold on)/ If you think you’ve had too much/ Of this life, well hang on) – aber die herrzerreißenden Gitarrenklänge konterkarieren den Text. Der Song ist wohl einer der tränendrückendsten der Pop-Geschichte.

Schon der erste Song „Drive“ wurde zu einem Hit und definierte die melancholische Stimmung des Albums (Hey, kids, where are you?/ Nobody tells you what to do, baby), es folgen Hymnen wie das kryptische „The Sidewinder Sleeps Tonight“ oder das nach Verlust klingende „Nightswimming“ (The photograph reflects, every streetlight a reminder/ Nightswimming deserves a quiet night, deserves a quiet night).

Der Albumtitel soll das Motto eines Restaurants in Georgia sein, der Stern am Cover, der wie der Schmuck für ein brutalistisches Bauwerk aussieht, soll einem Hotel in Miami entstammen – die Band war damals eben viel auf Tournee. Und dass sich der Bandname R.E.M. von Rapid Eye Movement, also dem schnellen Bewegen der Augen im Schlaf, das die Traumphasen anzeigt, herrührt ist vielleicht auch nicht mehr so bekannt.

Aber während sich viele Alben aus dieser Zeit ziemlich verstaubt anhören, klingt „Automatic for the People“ – so man in der richtigen Stimmung dafür ist (Der Herbst ist wohl kein schlechter Zeitpunkt dafür) – noch immer ziemlich frisch.


Der Vienna City Gallery Walk – ein Festival der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweise.

Der Vienna City Gallery Walk von 22.–24. September 2022

Kunst und Kultur im Plural – ein Festival der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweise.

Faszination, Individualität, Freude, Farbe, Form, Gestalt, Klang, Schönheit, Schatz, Illusion, Komplexität, Irritation, Investition, Entdeckung, Erlebnis, Historie …
Kunst und Kultur tangieren uns täglich, bringen interessantes Leben in die Stadt und sind wichtige Träger aktueller Entwicklungen, wie Umwelt und Klimawandel, Digitalisierung oder Diversität von Menschen. 

Im Rahmen des Vienna City Gallery Walk kommt Kunst auf spielerische Art und Weise zum Publikum. Live in und vor den Galerien. Als persönliche Alternative zu sorgfältig arrangierten, ästhetischen, digitalen Welten.

Der Vienna City Gallery Walk – ein Festival der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweise.
Der Vienna City Gallery Walk 2022 mit Performances, künstlerischen Interventionen und Touren. – ©Vienna City Gallery Walk

Ziel dabei ist nicht unbedingt, die Komplexität eines Kunstwerks bis zum kleinsten Detail zu erklären. Denn in den notwendigen Veränderungsprozessen spielen traditionelle Elemente, wie das Erzählen von Geschichten und das Spiel, weiterhin eine wichtige Rolle: 
Individuelle und engagierte Antworten dazu liefern im Rahmen des Vienna City Gallery Walk die gemeinsamen Präsentationen der Wiener Galerienszene als unverzichtbare Präsentationsebene für die Kunst in Wien. Von 22. – 24. September 2022.

Mit Performances, künstlerischen Interventionen, Touren. Und vielen Geschichten. Bei freiem Eintritt. Herzliche Einladung.
Ausführliche Informations-Booklets liegen bei den Programmpartnern, zahlreichen Kaffeehäusern und Hotels auf.

Das gesamte Programm gibt es HIER.


Die Galerien geben der Kunst eine Bühne. Der Vienna City Gallery Walk ist ein Festival der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweise – und das in und vor den Galerien.

Vienna City Gallery Walk

Donnerstag 22. bis Samstag 24.9.2022

16.00 bis 21.00 Uhr

Festival der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweise – Der Vienna City Gallery Walk

Die Galerien geben der Kunst eine Bühne. Der Vienna City Gallery Walk ist ein Festival der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweise – und das in und vor den Galerien.

Das Motto der Veranstaltung, „KUNST + KULTUR IM PLURAL“, schafft einen spielerischen, melodiösen Zugang zu den Ausstellungen. Das Betrachten von Bildern und Skulpturen, das Hören von Musik, das Erzählen von Geschichten – wir komponieren Erlebnisse. Neben zahlreiche Gallery Touren, die versteckte Schätze präsentieren, gibt es auch noch andere Highlights im heurigen Programm.

Verbotene Früchte

Ein musikalisch-performativer Rundgang. Der Spaziergang ist eine Art der körperlichen Ertüchtigung, die Bodo Hell, Werner Zangerle und Götz Bury eigentlich nur vom Hörensagen kennen. Denn aus ihrer Sicht kann Fortbewegung, ob in den Bergen, oder in urbanen Räumen niemals zweckfrei sein, da am Wegrand regelmäßig etwas interessantes zu entdecken ist, Bezüge herzustellen und weiterreichende Überlegungen anzustellen sind.

Details & Uhrzeiten


Musik zum Gehen und (Auf)Stehen 

Die zeitgenössische Musik betrachtet das gesellschaftliche und politische leben oft aus dem toten Winkel. Die reihe ZYKAN + liefert ein Gegenmittel. Das 2020 von Irene Suchy und Michael Mautner gegründete Vokal- und Instrumentalensemble widmet sich, neben dem diesbezüglichen Repertoire der Moderne, auch einem Aspekt der in der zeitgenössischen Musiklandschaft unterbelichtet ist, dem Humor, der Satire.  

Details & Uhrzeiten


Imago Sonus

Miniatur-Kompositionen.

Der Ausgangspunkt dieser Veranstaltungen ist die Symbiose von musikalischer Komposition und angewandter und bildender Kunst bzw. Komponist*innen und Künstler*innen. Gemeinsam verbinden wir für unser Publikum die unterschiedlichen Kunstrichtungen miteinander und schaffen parallele, sich befruchtende, erlebnisse und eindrücke aus Wort, Musik, Bild und Skulptur.

Details & Uhrzeiten


Private Banking Incorporated

Die neue Bank-Kultur. Besetzen und Betreten erwünscht!

KünstlerInnen brauchen Mittel, es gibt auch kaum eine Bank für sie. Es gibt auch kaum eine Bank in der Stadt zum Rasten.  Ein Aufruf mit synonymischer Konnotation. Kinder, Frauen und Männer, 1. und 2. Klasse, haben die Möglichkeit, Kunst und Sitzen unspektakulär und ohne Kostenaufwand zu erfahren. Sitzbänke werden von Künstlern bearbeitet und stehen in und vor den Galerien als Kennzeichen.

Details & Uhrzeiten


Die Galerien geben der Kunst eine Bühne. Der Vienna City Gallery Walk ist ein Festival der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweise – und das in und vor den Galerien.

Vienna City Gallery Walk

Donnerstag 22. bis Samstag 24.9.2022

16.00 bis 21.00 Uhr

Matthias Jakisic ist ein Musiker, der auch für Theater & Film komponiert. Ein Studiobesuch.

Studiobesuch bei Matthias Jakisic

Matthias Jakisic ist ein Musiker, der auch für Theater & Film komponiert. Ein Studiobesuch.
Foto: ©Stefan Diesner

Hier im Schlossquadrat am Margaretenplatz würde man nicht vermuten, dass jemand in Ruhe komponieren kann. Aber Matthias Jakisic arbeitet natürlich tagsüber und ein Teil seines Studios ist schallisoliert. 1977 als Sohn von Eltern, die beide an der Oper sangen, geboren, erhielt er schon mit 6 Violinunterricht, studierte auch Musik, aber eine Karriere als Orchestermusiker kam für ihn nie in Frage – Jakisic: „Ich wollte nicht nachspielen, was es seit hunderten Jahren gibt, sondern von Anfang an kreativ sein.“ Neben Geige lernte er auch Schlagzeug, aber mit 16 entdeckte er die Möglichkeiten, die Computersoftware für Musiker bieten. Und schnell spielte er in eigenen und fremden Bands – tourte mit österreichischen Freunden als „Ballycotton“ und performte irische Musik so authentisch, dass sie als Support der „Dubliners“ engagiert wurden. „Wir waren wirklich gut und vor allem trinkfest“, erinnert sich Jakisic. Ein paar Jahre arbeitete er dann auch als Studiomusiker in England, um – zurückgekehrt in Wien  – „Bauchklang“, eine A-capella-Band, zu produzieren und die Musik mitzuschreiben. Im „Dschungel“ schnupperte er als Komponist erstmals Theaterluft und wurde über die „Junge Burg“ auch ans Burgtheater engagiert. Für die größte Wiener Sprechbühne verfasste er die Musik zu Erfolgsproduktionen wie „Hotel Europa oder der Antichrist“, „Engel des Vergessens“ oder „Die letzten Tage der Menschheit“. Daneben gab es Aufträge für die Josefstadt, die Salzburger Festspiele, das Schauspielhaus sowie diverse Landesbühnen.

Vor kurzem arbeitete Jakisic mit Archim Freyer an Raimunds „Die gefesselte Fantasie“ in Gutenstein, (wird noch bis 8. August gespielt). Wobei die Zusammenarbeit mit der Regielegende denkbar einfach war, denn Freyer befand, dass die Grundlage für seine Theatermusik Jakisic’ neues Streichquartett-Album „Fragmente“ bilden soll.

Musik für Theater und Film

Was hat ihn überhaupt an der Arbeit fürs Theater gereizt? Jakisic: „Mir hat es getaugt, weil ich dabei zu Bildern komponieren kann. Musik ist da ja – wie auch beim Film – eine zweite Ebene, auf der man das Geschehen beeinflussen und etwa die Stimmung verändern kann. Das finde ich noch immer wahnsinnig spannend.“

Über seinen Kollegen Paul Haslinger, der schon lange in L.A. lebt, kam Jakisic auch zum Film. Er steuerte etwa Teile in dessen Score zur Netflix-Serie „Die Bande aus der Baker Street“ (Originaltitel „The Irregulars“) bei. Zurzeit arbeitet Jakisic an einem Megaprojekt. Gemeinsam mit einem Kollegen aus Israel schreibt er die Musik zur deutschen Serie „Two Sides of the Abyss“, die über HBO und Warner bzw. RTL international in 62 Ländern vermarktet wird – die Autorin ist Kristin Derfler. Damit ist der Musiker fast ein Jahr lang beschäftigt. „Am Anfang heißt das immer liefern, liefern, liefern, denn die Regie will für jede Stimmung etwas zur Hand haben. Vom Material bleibt dann aber nur ein Bruchteil übrig. “ Auch bei der Filmmusik gibt es Trends und Moden. Jakisic: „Es geht mehr in Richtung Kammermusik – der Hans-Zimmer-Sound ist definitiv weg. Es geht mehr um das nicht Perfekte, sogar Verstimmte – das hört man etwa bei Serien wie ,Breaking Bad‘ oder ,Ozark‘ – und das kommt mir sehr gelegen.“

Komponieren heute

Während man früher meist mit Klavier seine Komposition vorantrieb und dabei die Noten notierte, arbeitet man heute mit Computer und Software – die Noten schreibt der Rechner nebenbei. „Deshalb heißt mein Album mit Streichquartette auch ,Fragmente‘, denn ich bin dabei praktisch von Takt zu Takt vorgegangen. Ich habe einen Takt, schreibe die vier Stimmen und überlege mir für jedes der vier Instrumente, wo ich im zweiten Takt hinwill. Das Album hat sich sozusagen entwickelt – es gab keine große Anfangsidee. Man nennt das fragmentarisches Komponieren.“

Das jetzt erschienene Album klingt dann auch wie serielle Musik. Und ein Streichquartett im 21. Jahrhundert zu schreiben ist natürlich ein Wagnis, denn so etwas bedient nur eine sehr kleine Nische – die erste Live-Aufführung wird erst nächstes Jahr im Konzerthaus beim Festival „Gemischter Satz“ stattfinden.

Kinder als Publikum

Für Kinder zu komponieren ist dann wieder etwas ganz Eigenes, erzählt der Musiker: „Die haben keine Schubladen, und man kann die Reaktion nie vorhersehen. Der größte Erfolg im ,Dschungel‘ war Stephan Rabls Tanzperformance ,Überraschung‘, die für Kinder ab 2 Jahren geeignet war und nicht wirklich leichte Kost darstellte. Wir sind damit bis nach Sydney getourt. Und in allen Ländern war der Response ganz unterschiedlich – es gab da etwa vor Begeisterung tobende Kinder in Taiwan. Ein wirklich tolles Erlebnis!“


Matthias Jakisic ist ein Musiker, der auch für Theater & Film komponiert. Ein Studiobesuch.

Matthias Jakisic: Fragmente
Musik für ein Streichquartett im 21. Jahrhundert
Es spielen Lena Fankhauser, Emily Stewart, Nikolai Tunkowitsch und Asja
Erschienen auf col legno.

Schubert Mengen – Kolumne von Otto Brusatti

Schubert Mengen – von Otto Brusatti

Schubert Mengen – Kolumne von Otto Brusatti
Illustration: Berenice Darrer

Die Frage hat man schon so oft gestellt und sie quasi verzeihend-lächelnd zurückgenommen. Allein – wie schafften das die Großmeister überhaupt? Jene Komponisten, die nun Riesenbüsten in Konzertsälen haben oder starre Steinabbilder in Parks, die Straßennamen oder Festspielzyklen gewidmet bekamen! Schubert ist einer davon. Aber Vorsicht. Ein Nachrechnen, vor allem bei ihm, ebenso wie beim Händel oder Telemann, beim Haydn, Mozart, Beethoven oder Schumann wird nicht nur verblüffen, sondern gar verstören.

Werkverzeichnisse, also die Großabstraktion, täuschen auch. So verbergen sich etwa im Bach- oder im Köchelverzeichnis viele tausend Minuten an oft vielstimmigster Musik in Hinweisen, zusammenfassend und faktentreu, auf Millionen von Takten oder Noten.

Rund herausgesagt. Es ist nicht nachvollziehbar, wie dieser Franz Schubert seine rund 1.000 Kompositionen in etwa 18 Jahren geschrieben hat, selbst wenn im Genialen konzipiert. Unter diesen sind zudem Sammlungen oder Zyklen, sind mehr als ein Dutzend an Opernarbeiten, manche (obwohl kaum zu prägenden Hauptwerken geworden) beinahe im Umfang wie beim frühen Wagner. Aber – über 600 Lieder, Kammermusik, Sonaten, Symphonien, Messen, Chöre …

Allein um heute sein Werk bloß zu kopieren (vom Skizzieren, das er sowieso vergleichsweise geringhielt, nicht zu reden), bräuchte ein Notenprofi Jahre. Und es gibt bei Schubert fast keinen einzigen Schreibfehler. Aber er formulierte die Vokalmusik neu und gültig bis heute, er war perfekt in den Formen. Tja, er schloss schon mit 31 Jahren das Komponieren todesbedingt ab. Beethoven war zu dieser Lebenszeit erst am Durchbruch, selbst Mozart hatte in dem Alter noch ein Drittel seines Hauptwerkes vor sich.

Ein Exemplum bloß für den Kompositionsfuror, welchen dieser gern als gemütliches Schwammerl Tradierte aus sich herausließ; in Wien, in Untermiete, mit wenigen sozialen Kontakten lebend; aus den letzten Monaten, nur aufgezählt in Hauptwerken, die zum Größten der Kunst auf dieser Welt überhaupt zählen. Letztes Schaffensjahr: mehrere Riesensonaten, die Symphonie in C, Winterreise, ein Dutzend an Klaviergroßmusiken, Geistliches, das Streichquintett … (allein aus solchen Werken zusammengezählt, die Weltkulturerbe wurden: beinahe 17.000 Takte). Verstörend beinahe.


Musiktipp – Wilco, Cruel Country

Das Country-Album für Nicht-Country-Fans

Das Country-Album für Nicht-Country-Fans: Wilcos „Cruel Country“ ist ein Meisterwerk.

Ebenso zufällig wie gespenstisch: Wenige Tage nach dem unfassbaren Schul-Massaker in Texas, veröffentlichte die Chicagoer Band Wilco ihr 12. Studio-Album mit dem Titel „Cruel Country“ in dem Songschreiber und Gitarrist Jeff Tweedy singt: „I love my country like a little boy / Red, white, and blue / I love my country, stupid and cruel“. Und natürlich musste da jeder halbwegs wache Geist da nicken, denn anders als „stupid and cruel“ kann man einen Staat mit Waffengesetzen, die jeden 18jährigen – also drei Jahre bevor er Alkohol und Tabak legal konsumieren kann – erlauben, sich mit Sturmgewehren einzudecken, wohl nicht nennen. Aber das ist nur ein Aspekt dieses Doppelalbums mit 21 neuen Songs, das bis Juli nur als Stream verfügbar ist. Zwar waren die Jungs aus der großen Stadt im Norden der USA immer schon ein wenig Country-verliebt, aber „Cruel Country“ ist quasi das erste komplette Country-Album. Freilich eines, das auch Menschen lieben können, die Orgel, Banjo und rollenden Bassläufen auf der Westerngitarre hassen. Es sind einfach wirklich gute Songs einer Band, die sich niemals um Grenregrenzen scherte.

Denn bei diesem Album spürt man in jedem Ton, dass es Jeff Tweedy um eine ehrliche Aufarbeitung seines Verhältnisses zu seiner Heimat geht. Und er ist sich der vielen Widersprüche voll bewusst. In einem Interview erklärt er: „When you love your family you forgive a multitude of sins and we are a family as a country that is dysfunctional.“

Faszinierend an dem Album ist aber auch, dass die Songs bei mehrmaligem Hören ins Ohr gehen, ohne dass man einzelne Songs herausnehmen könnte. „Cruel Country“ präsentiert sich als ein Gesamtkunstwerk, das man jetzt schon mit Klassikern wie Neil Youngs „Harvest“ oder Johnny Cash „At San Quentin“ vergleichen kann.


Stephen Merritt & The Magnetic Fields

Stephin Merritt & the Magnetic Fields am 9. Juni im Akzent

Über Stephin Merritt ist fast nur Gegensätzliches bekannt. Er ist einer der profiliertesten Songschreiber der neueren Zeit und trotzdem gibt es keinen deutschsprachigen Wikipedia-Eintrag.
Text: Helmut Schneider / Foto: Creative Commons License

Stephin Merritt ist Multiinstrumentalist und bekannt für seine unverwechselbare Bass-Stimme, kann aber keine lauten Töne spielen, denn aufgrund eines Defekts nach einem höllischen Konzert der Einstürzenden Neubauten in New York der 80er, erzeugen laute Töne in seinem linken Ohr ein Feedback. Er schaffte mit seiner Band „The Magnetic Fields“ und dem Triple-Album „69 Love Songs“ 1999 einige Hits in der Alternativszene, aber jeglicher Starruhm ist dem bekennenden Atheisten, Vegetarier und Schwulen fremd. Er trägt angeblich nur braune Kleidung und verfassen kann er seine Songs nur in speziellen Bars, in denen „alte, schwule, schrullige Männer über heftige Disco-Musik herziehen“. Obwohl nie diagnostiziert, weist Merritt – wie er in Interviews gerne berichtet – Asperger-Symptome auf. Nicht gerade die besten Bedingungen für eine Karriere im Showbiz …

Am 9. Juni haben wir freilich das Glück, Stephin Merritt gemeinsam mit seinen Kollegen Sam Davol, Shirley Simms, Chris Ewen und Anthony Kaczinski von „The Magnetic Fields“ bei einem Auftritt in Wien erleben zu können. Eine kleine Sensation für wahre Musik-Auskenner. Natürlich spielt er nur im intimen Rahmen des Akzent-Theaters, begleitet nur von Akustik-Instrumenten. Performen wird er Songs aus 30 Jahren – auch aus dem hochgelobten Album „50 Song Memoir“, für das er anlässlich seines 50. Geburtstages 50 Lieder aus seinem Leben schrieb. Zum 30jährigen Jubiläum wird es eine spezielle Vinyl-Edition der 1992er EP „The House of Tomorrow“ geben. Merritt lebt hauptsächlich in New York und ist auch als Komponist von Film- und Theatermusik hochgeschätzt. Ein Konzert wie dieses sollten sich Liebhaber heutiger Musik nicht entgehen lassen.

Infos & Karten: akzent.at

Ein halbes Jahr Musik

Ein halbes Jahr Musik


Musik-Streaming – Wie sich meine Hörgewohnheiten nach einem halben Jahr veränderten.
Text: Helmut Schneider


1976 gründete Richard Branson seinen ersten Plattenladen in der Londoner Oxford Street. In den 90er-Jahren – am Höhepunkt der CD-Welle – gab es in hunderten Ländern Virgin Megastores mit einem breiten Angebot an Musikträgern, auch in Wien existierte bis 2004 ein komfortabler Laden in der Mariahilfer Straße. Heute sind nur noch Reste des Megastore-Imperiums übrig, bekanntlich verdient der britische Milliardär und Abenteurer sein Geld heute unter anderem mit Weltraumtouristen. Denn wer Musik hören will, bedient sich jetzt meist eines Steamingdienstes.

Lange Zeit dachte ich, das wäre nichts für mich – vor allem weil ich der Qualität der Wiedergabe misstraute. Seit einem halben Jahr bediene ich mich nun eines Netzwerkplayers von NAD und eines Abos des angeblich hochwertigsten Musikstreaminganbieters Tidal. Das kostet bei Master-Qualität 20 Euro im Monat – aber sonst würde ich mich wohl jeden Tag fragen, warum ich mir in den Jahren eine hochwertige LINN-Anlage mit B&W-Boxen angeschafft habe. Wahrscheinlich werde ich nie wieder CDs kaufen, denn die Streaming-Qualität ist wirklich beachtlich. Bei Schallplatten sieht die Sache allerdings anders aus. Da schätze ich nach wie vor den „wärmeren“ Sound von Pressungen – vor allem von jenen vor dem Beginn der Digitalisierungswelle – ich kaufe daher fast ausschließlich gebrauchte Platten. 

Was sich am meisten geändert hat, sind allerdings meine Hörgewohnheiten. Ich mag beispielsweise Filmmusik. Der amerikanische Komponist Bernard Herrmann (1911-1975) ist für mich in diesem Bereich der Maßstab, kaum jemand kommt an ihn, der die großen Hitchcock-Erfolge oder Scorseses „Taxi Driver“ komponierte, heran. Ein Genre, das wohl nicht so viele Menschen schätzen, denn nicht alles ist auf CD lieferbar oder kostet viel Geld. Auf Tidal steht nun wirklich viel von ihm auf Abruf bereit. Zum Vergleich schaue man sich auch an, wie wenig vom zurzeit wohl besten Filmkomponisten Thomas Newman auf CD oder Vinyl bei Amazon oder jpc.de angeboten wird. Mein Lieblingsscore „Angels in America“ ist überhaupt nicht verfügbar, auf Tidal aber sehr wohl.

Das „auf Abruf“ ist für mich übrigens auch nicht unwichtig, denn wer viele CDs besitzt (und nicht sehr ordentlich ist), findet das Gesuchte nicht immer gleich. Aber natürlich: kein Vorteil, wo nicht auch ein kleiner Nachteil wäre. Dadurch, dass man mit einem Antippen sofort zum nächsten Titel springen kann, muss man sich zur Geduld, die nötig ist, um ein größeres Werk zu genießen, verpflichten. Deshalb habe ich mit ein paar Ausnahmen auch weniger Klassik als sonst gehört. Natürlich nahm ich mir vor, die verschiedenen Interpretationen eines Lieblingsstück wie etwa Monteverdis Marienvesper zu vergleichen – was jetzt problemlos möglich wäre – aber irgendwie kam es bislang nicht dazu. Dafür lief etwa das neue Album von Igor Levit (On DSCH) in Dauerschleife. Auch das Jazzrepertoire ist wirklich beachtlich, da werden sich wohl nur echte Nerds beschweren können.

Wie alle Streamingdienste arbeitet natürlich auch Tidal mit Algorithmen, das heißt die wissen genau, was ich wie lange höre und schlagen mir Ähnliches vor. Was mir aber oft wirkliche Entdeckungen beschert. Gut sind auch die Funktionen wie Liedtexte zum Mitlesen oder diverse Kurzbios der Künstler. Jetzt weiß ich etwa, dass der Filmkomponist Jonny Greenwood (grad auf Netflix zu sehen ist „The Power of the Dog“) Multiinstrumentalist bei „Radiohead“ ist. Herrlich ist es aber auch im Frühwerk späterer Berühmtheiten zu stöbern, wo vieles noch wunderbar direkt oder verspielt ist. Und gut ist auch die Funktion Download von Alben, denn so lässt sich – ohne eine große Telefonrechnung zu produzieren – im Schwimmbad auf dem iphone Musik hören.

Mein Fazit: Wer wirklich viel Musik hört, für den zahlt sich das teure Abo aus, wer aber nicht so eine hohe Qualität braucht, kommt auch mit günstigeren Diensten aus.